Zitate

Worte, die bleiben.

Alle Zitate

„Wie viele werden uns beim jüngsten Gericht vorwerfen: "Wenn ihr auf unsere Beleidigungen nur mit Güte und Liebe geantwortet hättet, wären wir jetzt gerettet".“
Pfarrer von Ars
„Wir können Heilige werden - wenn nicht durch die Unschuld, so doch wenigstens durch Buße und Sühne. Das Merkmal der Auserwählten ist die Liebe, das Merkmal der Verdammten der Hass. Kein Verdammter liebt einen anderen Verdammten. ..Die Heiligen lieben jeden, sie lieben besonders ihre Feinde. Wenn du kein Heiliger bist, wirst du ein Verstoßener sein. Einen Mittelweg gibt es nicht. Sieh dich vor: entweder bist du das eine oder das andere! Alle, die den Himmel eines Tages besitzen, werden Heilige sein.“
Pfarrer von Ars
„Gute Christen, die sich mühen, ihre Seele zu retten, sind immer glücklich und zufrieden. Sie genießen schon im voraus die Seligkeit des Himmels. Sie werden für ewig glücklich sein, während die schlechten Christen, die sich selbst verdammen, immer zu bedauern sind; sie murren, sind traurig und werden es die ganze Ewigkeit sein. Hier bleibt keiner von uns. Mögt ihr suchen, in jeglichem Wohlstand und Vergnügen, ihr werdet euer Glück nicht finden. Die ganze Erde kann eine unsterbliche Seele ebenso wenig zufriedenstellen, wie ein Fingerhut voll Mehl einen Hungernden sättigen kann. Der liebe Gott hat uns auf die Erde gestellt, um zu sehen, wie wir uns hier bewähren. Wenn wir das bedenken, wenden wir stets unseren Blick dem Himmel zu, unserer wirklichen Heimat. Wir sind in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt; deshalb sagen wir jeden Tag: "Vater unser im Himmel !" Wir dürfen unseren Lohn erst erwarten, wenn wir im Vaterhaus sind.“
Pfarrer von Ars
„Die Hölle ergibt sich aus der Liebe Gottes. Die Verdammten werden rufen: Wenn uns Gott nicht so geliebt hätte, würden wir weniger leiden. Die Hölle wäre nicht mehr die Hölle. Aber so geliebt worden zu sein! Welch eine Qual! Wenn ein Verdammter ein einziges Mal nur sagen könnte: "Mein Gott, ich liebe dich!", gäbe es für ihn keine Hölle mehr. Diese ärmste Seele. Sie hat die Fähigkeit zu lieben verloren, die sie erhalten hatte und nicht zu gebrauchen wusste. Ihr Herz ist ausgetrocknet wie die Weinbeere nach der Kelter. Kein Friede mehr, keine Seligkeit in dieser Seele, weil es in ihr keine Liebe mehr gibt. Nicht Gott verdammt uns, wir verdammen uns durch unsere Sünden. Die Verdammten klagen nicht Gott an, sondern sich selbst.“
Pfarrer von Ars
„Wie herrlich, wie großartig ist es, seine Jugend Gott zu schenken! Welche Quelle der Freude und des Glückes! Glücklich die Seelen, die dem lieben Gott sagen können: "Herr, ich habe Dir immer gehört!...“
Pfarrer von Ars
„Man darf nicht glauben, dass es auf Erden irgendeinen Ort gibt, wo wir dem Kampf gegen den Teufel entkommen könnten. Wir werden unseren Widersacher überall finden, und überall wird er versuchen, uns den Himmel zu entreißen. Aber immer und überall können wir Sieger bleiben. Wenn wir wollen, können wir mit der Gnade Gottes, die uns nie verweigert wird, immer triumphieren.“
Pfarrer von Ars
„Das Kreuz ist das lehrreichste Buch, das man lesen kann. Wer dieses Buch nicht kennt, ist ein Unwissender, selbst wenn er alle anderen Bücher gelesen hätte. Das Kreuz umfasst die ganze Welt. Es ragt an den vier Ecken des Universums empor. Für jeden gibt es einen Teil davon.“
Pfarrer von Ars
„Für den Teufel ist das Kreuzzeichen etwas Schreckliches, denn wir entkommen ihm ja durch das Kreuz. Mit großer Ehrfurcht müssen wir das Kreuzzeichen machen. Man fängt beim Kopf an, womit auf das Oberhaupt der Schöpfung, den Vater, hingewiesen wird. Dann folgt das Herz: die Liebe, das Leben, die Erlösung - der Sohn; schließlich die Schultern: die Kraft - der Heilige Geist. Alles erinnert uns an das Kreuz. Wir selbst sind in Form eines Kreuzes erschaffen.“
Pfarrer von Ars
„Es gibt nichts, was der Eucharistie an Größe gleichkäme! Stellt alle guten Werke der Welt einer guten Kommunion gegenüber, ­ das ist wie ein Staubkörnchen neben einem Gebirge. Die Kommunion! ...Oh, welche Ehre erweist Gott seinem Geschöpf! Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß, und das Feuer brennt wieder. Man spürt es, wenn eine Seele das Sakrament der Eucharistie würdig empfangen hat. Sie ist so in Liebe versunken, von ihr durchdrungen und verändert, dass man sie in ihrem Handeln und in ihren Worten nicht wiedererkennt. Sie ist demütig, liebenswürdig und bescheiden; sie ist in friedlichem Einklang mit der ganzen Welt. Sie ist eine zu den größten Opfern fähige Seele.“
Pfarrer von Ars
„Die Kinder dieser Welt sind voll Sorge, wenn sie das Kreuz heimsucht. Die guten Christen machen sich Sorgen, wenn es ferne von ihnen ist. Wen Gott liebt, für den sind Prüfungen keine Strafen, sondern Gnaden. Legt man eine reife Traube in die Weinpresse, dann gibt es einen köstlichen Saft. So fließt auch aus der Presse unseres Leidens ein Wein, der die Seele nährt und stärkt. Der Christ lebt inmitten der Kreuze wie der Fisch im Wasser. Alle Leiden sind süß, wenn man vereint mit dem Herrn leidet.“
Pfarrer von Ars
„Es gibt nur eines: entweder herrscht ein Christ über seine Leidenschaften, oder seine Leidenschaften beherrschen ihn. Es gibt keinen Mittelweg.“
Pfarrer von Ars
„Das Herz dieser guten Mutter besteht nur aus Liebe und Barmherzigkeit. Ihr einziger Wunsch ist es, uns glücklich zu sehen. Wenn der Sünder diese gute Mutter um Hilfe anruft, so lässt sie ihn eintreten - und sei es durch das Fenster! Alles, worum der Sohn Gottes seinen Vater bittet, wird ihm gewährt. Alles, worum die Mutter ihren Sohn bittet, wird ihr ebenfalls gewährt.“
Pfarrer von Ars
„Die Menschen gleichen Maulwürfen, die unter der Erde ihre Gänge graben und nur selten bis zum Tageslicht vorstoßen. Der Mensch ist so groß, dass nichts auf der Erde ihm genügen kann. Nur wenn er sich Gott zuwendet, ist er zufrieden. Zieh einen Fisch aus dem Wasser: er wird nicht leben können. Das ist der Mensch ohne Gott.“
Pfarrer von Ars
„Alle guten Werke zusammen erreichen nicht den Wert eines einzigen Messopfers, denn sie sind die Werke der Menschen; die Messe aber ist Gottes Werk. Mit ihr verglichen, bedeutet selbst das Opfer des Märtyrers nichts. Hier gibt der Mensch Gott sein Leben hin; in der Messe ist es Gott, der seinen Leib und sein Blut für den Menschen opfert.“
Pfarrer von Ars
„Der Heilige Geist ist es, der die Felder der Gnade zur Reife bringt. Es ist wie mit dem Weizenkorn ; man streut es in die Erde; aber es bedarf der Sonne und des Regens, damit es aufgehen und zur Ähre werden kann. Wer keine Gottesliebe besitzt, ist arm; er gleicht dem Baum, der weder Blüten noch Früchte trägt.“
Pfarrer von Ars
„O, wie liebe ich diese kleinen Opfer, die von niemandem gesehen werden, wie z. B. eine Viertelstunde eher aufstehen, oder sogar in der Nacht für einen kurzen Augenblick das Bett verlassen, um zu beten.“
Pfarrer von Ars
„Was macht das Ordensleben so verdienstvoll ? Es ist der andauernde Verzicht auf den eigenen Willen, jenes beständige Absterben dessen, was in uns am stärksten lebt.“
Pfarrer von Ars
„Wenn man die Religion zerstören will, greift man zuerst den Priester an. Denn wo es keinen Priester mehr gibt, gibt es kein heiliges Opfer mehr, und wo es kein heiliges Opfer mehr gibt, stirbt die Religion. Der Priester soll vor allem ein Mann des Gebetes sein. Welch ein Unheil: ein Priester ohne Innenleben! ...Aber dazu gehört Ruhe, Schweigen, Einsamkeit. O, was ist es doch Großes um einen Priester! Erst im Himmel wird man ganz verstehen, was ein Priester ist. Das Priestertum offenbart uns die Liebe des Herzens Jesu. Das Priestertum ist die Herzensliebe Christi. Wenn ihr einen Priester seht, denkt an unsern Herrn Jesus Christus!“
Pfarrer von Ars
„Fragen wir nie, woher die Prüfungen kommen: sie kommen von Gott. Denn er ist es, der uns damit die Möglichkeit gibt, ihm unsere Liebe zu beweisen. Wen Gott liebt, für den sind Prüfungen keine Strafen, sondern Gnaden.“
Pfarrer von Ars
„Der Himmel kennt keine Rachsucht. Für die guten und demütigen Herzen, die Unrecht und Schmähungen mit Freude oder Gleichmut ertragen, beginnt der Himmel schon auf dieser Welt. Der liebe Gott wird nur denen verzeihen, die verziehen haben. Anders geht es nicht.“
Pfarrer von Ars
„Meine Kinder, wir können den Einfluss, den eine reine Seele auf den lieben Gott hat, nicht begreifen: sie erhält alles, was sie will. Eine reine Seele ist bei Gott wie ein Kind bei seiner Mutter. Es liebt und herzt sie, und die Mutter erwidert ihm seine Zärtlichkeiten. Um die Reinheit zu bewahren, gibt es drei Dinge: die Gegenwart Gottes, das Gebet und die Sakramente. Die Reinheit ist ein Geschenk des Himmels. Man muss sie von Gott erbitten. Wenn wir darum bitten, werden wir sie erhalten.“
Pfarrer von Ars
„In der Seele, die mit Gott verbunden ist, herrscht immerwährender Frühling. Wie viele Seelen können wir durch unser Beten bekehren. Wer eine Seele vor der Hölle rettet, der rettet nicht nur diese, sondern auch seine eigene.“
Pfarrer von Ars
„Der Sonntag ist Gottes Eigentum, der Tag, der ihm gehört, der Tag des Herrn. Mit welchem Recht rührt ihr an etwas, das euch nicht gehört? Ihr wisst, dass ein gestohlenes Gut niemals Segen bringt, auch nicht der Tag, den ihr dem Herrn nehmt. Ich kenne zwei Wege, wie man sicher arm wird: am Sonntag arbeiten und fremdes Gut sich aneignen.“
Pfarrer von Ars
„Wie die Speisen mit Salz, würzen wir alles mit Stolz. Wir sehen es gerne, wenn unsere guten Werke bekannt werden. Es freut uns, wenn man auf unsere Tugenden aufmerksam wird. Bemerkt man unsere Mängel, so stimmt es uns traurig. Die Heiligen waren anders. Es betrübte sie, wenn ihre Tugenden bekannt wurden, und sie waren froh gestimmt, wenn man ihre Unvollkommenheit erkannte. Wenn wir aus Stolz sündigen. ..dann sagen wir zu Gott, dass wir von allem unabhängig sind.“
Pfarrer von Ars