Lebensgeschichte
Heiliger Franziskus von Assisi, geboren im Jahre 1181 im malerischen Städtchen Assisi in Italien, entsprang einer wohlhabenden Familie, die ihm eine sorglose Jugend ermöglichte. Sein irdisches Leben nahm eine radikale Wendung, als er im Jahre 1205 während einer feierlichen Messe in der kleinen Kapelle von San Damiano eine göttliche Offenbarung erlebte. Überwältigt von einer tiefen spirituellen Erkenntnis und dem Ruf Gottes, entsagte Franziskus seinem bisherigen Lebensstil, verzichtete auf seinen Reichtum und wandte sich der Armut zu.
In den folgenden Jahren durchstreifte er das heilige Land, predigte in Italien und gründete 1209 den Orden der Minderen Brüder, auch als Franziskaner bekannt. Seine Demut und Liebe zur Natur fanden Ausdruck in der berühmten "Laudato si", einem Lobgesang auf die Schöpfung. Franziskus' apostolische Reisen führten ihn nach Spanien, Frankreich und Ägypten, wo er sich während des Fünften Kreuzzugs im Jahr 1219 für den Frieden einsetzte.
Sein Wirken erstreckte sich nicht nur auf das Predigen, sondern auch auf tätige Nächstenliebe. In Gubbio zähmte er, so wird erzählt, einen wilden Wolf, der die Stadt terrorisierte, und versöhnte dadurch Mensch und Tier. Während seines Aufenthalts in Rom im Jahr 1224 empfing Franziskus die Stigmata, die Wundmale Christi, als Zeichen seiner tiefen mystischen Verbundenheit mit dem Gekreuzigten.
Am 3. Oktober 1226 schloss Franziskus sein irdisches Pilgerleben im Kloster Portiuncula in der Nähe von Assisi ab. Dort, umgeben von seinen Brüdern, hauchte er seinen letzten Atem aus. Sein Grab wurde zu einem Wallfahrtsort, und sein Erbe lebt in den franziskanischen Gemeinschaften weltweit weiter. Die Armen zu lieben, die Schöpfung zu preisen und das Evangelium zu leben – das waren die Prinzipien, die das Heilige Leben des Franz von Assisi prägten und bis heute die Herzen der Gläubigen bewegen.