Lebensgeschichte
In der beschaulichen Gemeinde Prez-vers-Noréaz im schweizerischen Kanton Fribourg erblickte am 12. Juni 1739 der kleine Apollinaris Morel das Licht der Welt. Schon früh spürte er die göttliche Berufung und widmete sein Leben dem Dienst an Gott. Seine priesterliche Laufbahn begann im Jahre 1758, als er in das Noviziat der Kapuziner eintrat. Seine tiefe Religiosität und seine selbstlose Hingabe an die Nächstenliebe prägten seine Jahre im Kloster.
Apollinaris wurde im Laufe der Zeit in verschiedene Klöster in der Schweiz und Frankreich entsandt, wo er durch seine predigerische Begabung und sein mitfühlendes Wesen die Herzen der Gläubigen eroberte. Insbesondere in Paris, wohin ihn sein Weg führte, fand er eine große Anhängerschaft. Seine spirituellen Werke, verfasst in den Jahren 1765 bis 1780, sind Zeugnisse seines tiefen Glaubens und seiner theologischen Weisheit.
In der turbulenten Zeit der Französischen Revolution stand Apollinaris fest zu seinem Glauben, und sein unerschütterlicher Widerstand gegen die anti-klerikale Bewegung führte zu seinem Martyrium. Am 2. September 1792 opferte er sein Leben in Paris für den Glauben, wurde zum Märtyrer und später heiliggesprochen. Sein Vermächtnis lebt in den Werken der Nächstenliebe und der spirituellen Führung weiter, und seine Geburtsstadt Prez-vers-Noréaz ehrt ihn als einen ihrer größten Söhne.