Lebensgeschichte
Am 11. Februar 755 wurde der heilige Wala, ein Vetter des großen Karl des Großen, in die Welt geboren. Sein Leben am Hof des Kaisers war von großem Einfluss geprägt, doch sein Verhältnis zu Ludwig dem Frommen, Karls Sohn, blieb stets getrübt. Im Jahr 816 entschied sich Wala für ein Leben der Hingabe und trat als Mönch in das Kloster Corbie in der Diözese Amiens ein.
Gemeinsam mit seinem Bruder, dem Abt Adalhard, gründete er im Jahr 822 das Kloster Corvey bei Höxter an der Weser. Die Mönche aus Corbie besiedelten diesen Ort, der zu einem lebendigen Zentrum des Glaubens und der Kultur wurde. Die Brüder formten das Damenstift Herford zu einer renommierten Ausbildungsstätte des sächsischen Adels.
Nach dem Tod seines Bruders im Jahr 826 folgte Wala diesem als Abt von Corbie nach. Im Streit zwischen Ludwig und seinen Söhnen vertrat er den Gedanken der Reichseinheit und konnte die streitenden Parteien schließlich versöhnen. Ab 833 leitete Wala als Abt die Geschicke des Klosters Bobbio, wo er am 31. August 836 inmitten seines Glaubens und in Dienst an Gott friedlich verstarb.
Der heilige Wala, ein Mann der Einheit und Versöhnung, hinterließ ein bleibendes Erbe im Klosterwesen und in der Förderung des Glaubens. Sein Leben lehrt uns die Kraft der Versöhnung und die Bedeutung der Einheit im christlichen Zeugnis.