Pfarrer von Ars

Johannes-Maria Vianney

Lebensgeschichte

Der Heilige Pfarrer von Ars, auch bekannt als der Heilige Johannes Maria Vianney, lebte im 19. Jahrhundert und verbrachte sein ganzes Leben als einfacher Priester in Ars, einem abgelegenen Dorf in Frankreich. Sein Leben war geprägt von tiefem Gebet, unermüdlicher Buße und der Sorge um die Seelen seiner Gemeinde. Johannes Maria Vianney war bekannt für seine Demut und seinen bescheidenen Lebensstil. Seine Predigten und Beichtgespräche führten viele Menschen zur Umkehr. Am 4. August 1859 verstarb der Heilige Pfarrer von Ars nach langjährigen gesundheitlichen Beschwerden. Sein Tod wurde von seiner Gemeinde und vielen Pilgern betrauert. Sein Leben war ein lebendiges Zeugnis für die Heiligkeit des Priesterberufs und die bedingungslose Hingabe an Gott und die Menschen.

Zitate

„Alle guten Werke zusammen erreichen nicht den Wert eines einzigen Messopfers, denn es sind die Werke der Menschen. Die Messe aber ist Gottes Werk.“
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„Das Herz dieser guten Mutter besteht nur aus Liebe und Barmherzigkeit. Ihr einziger Wunsch ist es, uns glücklich zu sehen. Wenn der Sünder diese gute Mutter um Hilfe anruft, so lässt sie ihn eintreten, und sei es durch das Fenster!“
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„Um die Reinheit zu bewahren, gibt es drei Dinge: die Gegenwart Gottes, das Gebet und die Sakramente.“
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„Das Herz Mariens ist so liebevoll und zärtlich zu uns, dass die Herzen aller Mütter zusammen, verglichen mit ihrem ein Nichts sind.“
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„Gott lieben, was ist das Herrliches! Der Himmel ist notwendig, um diese Liebe zu begreifen. Das Gebet ist dazu eine Hilfe, denn es trägt die Seele bis zum Himmel empor.“
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„Die schlechten Christen lässt der Teufel in Ruhe, niemand beachtet sie. Wer aber das Gute tut, den macht er zur Zielscheibe des Spottes und der Verleumdungen. Das ist ein Anlass zu großen Verdiensten.“
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„Ich bin überzeugt, wenn wir den Glauben hätten, wären wir Herr aller Ratschlüsse Gottes. Wir würden sie alle fesseln und lenken können nach Belieben, und er würde uns nichts abschlagen.“
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„Manche sagen: "Ich habe zu viel Böses getan, der liebe Gott kann mir nicht verzeihen." Das ist eine grobe Lästerung. Es bedeutet, der Barmherzigkeit Gottes eine Grenze setzen. Sie hat aber keine, denn sie ist grenzenlos. Nichts beleidigt den lieben Gott so sehr, als an seiner Barmherzigkeit zu zweifeln.“
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„Wenn wir das Herz Jesu nicht lieben, was werden wir dann sonst lieben? In diesem Herzen ist nur Liebe! Wie ist es möglich, dass wir das nicht lieben, was so liebenswürdig ist?“
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„Wenn Gott uns, seine kleinen Geschöpfe, kommen sieht, neigt er sich uns zu, wie ein Vater es tut, um sein Kind anzuhören, das mit ihm sprechen will.“
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„Wer Gott liebt, für den sind Prüfungen keine Strafe, sondern Gnaden.“
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„In den Kindern der Welt wohnt der Heilige Geist nicht, und wenn, so nur vorübergehend. Er verweilt nicht in ihnen. Der Lärm der Welt vertreibt ihn.“
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„Der Mensch ist aus Liebe geschaffen. Deshalb fühlt er sich wesenhaft zur Liebe gedrängt. Andererseits ist er zu groß, als dass ihn auf dieser Welt etwas zufriedenstellen könnte. Nur wenn er sich Gott zuwendet, findet er Zufriedenheit und Erfüllung. Zieht einen Fisch aus dem Wasser, er wird nicht weiterleben. So auch der Mensch ohne Gott.“
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„Die Kinder dieser Welt sind voll Sorge, wenn sie das Kreuz heimsucht. Die guten Christen machen sich Sorgen, wenn es ferne von ihnen ist. Der Christ lebt inmitten der Kreuze wie der Fisch im Wasser.“
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„Wenn man wüsste, welche Macht die lieben Armen Seelen über das Herz Gottes haben, und wenn man wüsste, welche Gnaden man durch ihre Fürbitte erlangen kann, sie wären nicht so vergessen. Man muss viel für sie beten, damit sie viel für uns beten.“
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„Wir gehen über die Ablässe hinweg, wie man nach der Ernte über das Stoppelfeld geht. Wie sehr werden wir das in der Sterbestunde bereuen!“
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„Man ist das, was man vor Gott ist, nicht mehr und nicht weniger.“
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„Bevor ihr mit eurer Arbeit beginnt, meine Brüder, dürft ihr nicht versäumen, das Kreuzzeichen zu machen und es nicht den Leuten gleichtun, die keine Religion haben und sich nicht trauen, weil sie in Gesellschaft sind. Opfert ganz einfach eure Mühsale dem lieben Gott auf und erneuert von Zeit zu Zeit dieses Opfer. Dadurch werdet ihr das Glück haben, den Segen des Himmels auf euch und alles was ihr tut, herabzuziehen.“
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„Das ist Glaube, wenn man mit Gott spricht, wie man mit einem Menschen sprechen würde.“
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„Wir erkennen den Wert unserer Seele an den Anstrengungen, die der Teufel unternimmt, um sie zugrunde zu richten. Die Hölle verbündet sich gegen die Seele, der Himmel für sie.“
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„Wunderbar ist es, ein Herz zu haben, wenn dieses auch noch so klein ist, um sich dessen bedienen zu können, um Gott zu lieben.“
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„Die häufigsten Versuchungen entstehen aus dem Stolz und aus unkeuschen Gedanken. Eines der wirksamsten Gegenmittel besteht in einem aktiven Leben zur Ehre Gottes. Viele sind willenlose Müßiggänger. Kein Wunder, wenn der Teufel die Oberhand gewinnt.“
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„Wir wollen in den Himmel kommen, aber in aller Bequemlichkeit und ohne uns irgendwelchen Zwang aufzuerlegen. Das war aber nicht der Weg, den die Heiligen gegangen sind.“
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„Wie schön ist es und wie groß, Gott zu kennen und ihm zu dienen! Wir haben nichts weiter als dies zu tun auf der Welt. Alles, was wir sonst noch machen, ist verlorene Zeit.“
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„Den lieben Gott zu beleidigen, der uns immer nur Gutes getan hat. Den Teufel zufrieden stellen, der uns nur Böses zufügen kann! Welch eine Torheit!“
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„Die Welt sieht nur das diesseitige Leben. Der Christ aber sieht in die Tiefe der Ewigkeit.“
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„Die Bereitschaft zu leiden bringt uns an den Fuß des Kreuzes, und das Kreuz bringt uns an die Pforte des Himmels.“
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„Wie gut ist es zu sterben, wenn man auf dem Kreuz gelebt hat.“
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„Das Gebet ist für die Seele, was der Regen für die Erde ist.“
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„Anbetung: Gäbe es im Himmel einen Tag ohne Anbetung -wäre es nicht mehr der Himmel. Und wenn die Verdammten trotz ihrer Qualen Gott an beten könnten, gäbe es keine Hölle. Betrachtend beten - betend betrachten. Warum gibt es so viele Laue, Haltlose und Gleichgültige? Darum, weil man sich nicht täglich der Betrachtung widmet.“
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„Ohne das Sakrament der Buße wären wir wirklich arm daran.“
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„Meine Kinder, man kann die Güte Gottes nicht begreifen, die Gott uns erwies, als er dies große Sakrament der Buße einsetzte.“
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„Sagte man den Verdammten in der Hölle: "Wir werden an den Eingang der Hölle einen Priester stellen. Jeder, der beichten will, braucht nur hinauszugehen...wie schnell würde die Hölle sich leeren und der Himmel sich bevölkern. Wir haben die Zeit und die Möglichkeit, die die Verdammten nicht haben."“
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„Ein wohlunterrichteter Christ lässt sich von zweierlei führen; vom Hausverstand und vom Gehorsam.“
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„Was der Teufel am meisten fürchtet, ist die Demut. Die Demut ist die große Hilfe zur Gottesliebe, der Stolz das große Hindernis zur Heiligkeit. Der Stolz ist das Bindeglied in der Kette der Laster, die Demut das gemeinsame Band aller Tugenden. Ein Heiliger wurde einmal gefragt, welche die erste unter den Tugenden sei. Er antwortete: "Die Demut‘ -"Und die zweite?" -" Die Demut". "Und welche die dritte?" -Und er antwortete wieder: "Die Demut‘“
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„Wie, durch das Kreuz den Frieden verlieren? Das Kreuz ist es ja gerade, das ihn uns erwirken muss. All unser Elend kommt davon her, dass wir es nicht lieben.“
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„Die Religion wird oft falsch verstanden. Seht, meine Kinder, da ist zum Beispiel eine Person, die an ihr Tagewerk gehen sollte. Sie ist von dem Gedanken erfüllt, große Bußübungen zu verrichten, die halbe Nacht im Gebet zu verbringen; wenn sie klug wäre, würde sie sich sagen! Nein, das darf ich nicht tun, denn ich werde morgen meine Pflichten nicht erfüllen können, ich werde schläfrig und verdrossen sein und jede Kleinigkeit wird mich zur Ungeduld reizen; es wird mir nicht gelingen, auch nur die Hälfte dessen zu erledigen, was ich erledigen könnte, wenn ich nachts geschlafen hätte.“
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„Der Mensch kennt zwei Rufe, den des Engels und den des Tieres. Der Ruf des Engels ist das Gebet, der Ruf des Tieres aber die Sünde. Der liebe Gott braucht uns nicht. Wenn er uns auffordert zu beten, dann deshalb, weil er unser Glück will und wir dies nur im Gebet finden. Wenn er seine kleinen Geschöpfe kommen sieht, neigt er sich uns zu, wie ein Vater es tut, um sein Kind anzuhören, das mit ihm sprechen will. Je mehr wir beten, desto mehr wollen wir beten. Wer nicht betet, wendet sich ganz der Erde zu und ist wie ein Maulwurf, der bemüht ist, ein Loch zu graben, um sich zu verstecken. Er liebt nur Irdisches und Materielles. Stumpfsinnig, ohne Gefühl für das Göttliche, denkt er nur an zeitliche Güter. Wenn der Teufel jemanden zugrunde richten will, beginnt er damit, ihm einen großen Widerwillen gegen das Gebet einzuflößen. Beim Gebet hat die Zeit keine Stunde. Je mehr man betet, desto mehr kann man beten. Es ist wie mit einem Fisch, der zuerst an die Oberfläche des Wassers schwimmt, dann immer tiefer taucht. So taucht auch die Seele in die tiefste Tiefe und verliert sich in der Freude am Gespräch mit Gott.“
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„Eine Stunde Geduld ist mehr wert als mehrere Tage Fasten.“
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„Meine Kinder, wer gut den Glauben kennt, für den gibt es immer Hilfe. Sollte er sich auf allen möglichen Irrwegen verlieren, so besteht noch immer Hoffnung, dass er zu Gott zurückfinden wird, und sei es auch erst in seiner Todesstunde. Wer nicht genügend Wissen hat von seiner Religion, gleicht dem bewusstlosen Todkranken. Er erkennt weder die Schwere der Sünden, noch die Schönheit seiner Seele, noch den Wert der Tugend. Er fällt von einer Sünde in die andere ...Ich denke mir oft, dass die Mehrzahl der Christen, die sich verdammen, aus Mangel an Belehrung sich ins Verderben stürzen.“
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„Der liebe Gott ist ebenso bereit, uns zu verzeihen, wenn wir ihn darum bitten, wie eine Mutter bereit ist, ihr Kind aus dem Feuer zu ziehen. "Ich habe so viel Böses getan, dass mir Gott nicht mehr verzeihen kann". Meine Kinder, das ist eine große Gotteslästerung. Hier wird der göttlichen Barmherzigkeit eine Grenze gesetzt, und sie ist doch grenzenlos und unendlich. Der liebe Gott verzeiht, wenn ihr aufrichtig beichtet, es von Herzen bereut und den Vorsatz habt, es nicht wieder zu tun. Unsere Fehler sind Sandkörner im Vergleich zu dem mächtigen Berg der göttlichen Barmherzigkeit. Leichter ist es, in den Himmel zu kommen als in die Hölle, so groß ist die Barmherzigkeit Gottes.“
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„Der liebe Gott ist nicht grausam, er ist aber gerecht. ..Glaubt ihr, er wird euch mit offenen Armen empfangen, wenn ihr ihn ein Leben lang verachtet? Es gibt sowohl für die Gnade als auch für die Sünde ein Maß : ist es voll, dann zieht sich Gott von uns zurück. Was würdet ihr von einem Vater halten, der ein böses Kind genauso behandelt wie ein artiges? Würdet ihr ihn nicht vorwerfen, dass er nicht gerecht ist? So wäre auch Gott nicht gerecht, wenn er keinen Unterschied zwischen denen machen würde, die ihn dienen, und denen, die ihn beleidigen.“
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„Wie viele werden uns beim jüngsten Gericht vorwerfen: "Wenn ihr auf unsere Beleidigungen nur mit Güte und Liebe geantwortet hättet, wären wir jetzt gerettet".“
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„Wir können Heilige werden - wenn nicht durch die Unschuld, so doch wenigstens durch Buße und Sühne. Das Merkmal der Auserwählten ist die Liebe, das Merkmal der Verdammten der Hass. Kein Verdammter liebt einen anderen Verdammten. ..Die Heiligen lieben jeden, sie lieben besonders ihre Feinde. Wenn du kein Heiliger bist, wirst du ein Verstoßener sein. Einen Mittelweg gibt es nicht. Sieh dich vor: entweder bist du das eine oder das andere! Alle, die den Himmel eines Tages besitzen, werden Heilige sein.“
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„Gute Christen, die sich mühen, ihre Seele zu retten, sind immer glücklich und zufrieden. Sie genießen schon im voraus die Seligkeit des Himmels. Sie werden für ewig glücklich sein, während die schlechten Christen, die sich selbst verdammen, immer zu bedauern sind; sie murren, sind traurig und werden es die ganze Ewigkeit sein. Hier bleibt keiner von uns. Mögt ihr suchen, in jeglichem Wohlstand und Vergnügen, ihr werdet euer Glück nicht finden. Die ganze Erde kann eine unsterbliche Seele ebenso wenig zufriedenstellen, wie ein Fingerhut voll Mehl einen Hungernden sättigen kann. Der liebe Gott hat uns auf die Erde gestellt, um zu sehen, wie wir uns hier bewähren. Wenn wir das bedenken, wenden wir stets unseren Blick dem Himmel zu, unserer wirklichen Heimat. Wir sind in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt; deshalb sagen wir jeden Tag: "Vater unser im Himmel !" Wir dürfen unseren Lohn erst erwarten, wenn wir im Vaterhaus sind.“
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„Die Hölle ergibt sich aus der Liebe Gottes. Die Verdammten werden rufen: Wenn uns Gott nicht so geliebt hätte, würden wir weniger leiden. Die Hölle wäre nicht mehr die Hölle. Aber so geliebt worden zu sein! Welch eine Qual! Wenn ein Verdammter ein einziges Mal nur sagen könnte: "Mein Gott, ich liebe dich!", gäbe es für ihn keine Hölle mehr. Diese ärmste Seele. Sie hat die Fähigkeit zu lieben verloren, die sie erhalten hatte und nicht zu gebrauchen wusste. Ihr Herz ist ausgetrocknet wie die Weinbeere nach der Kelter. Kein Friede mehr, keine Seligkeit in dieser Seele, weil es in ihr keine Liebe mehr gibt. Nicht Gott verdammt uns, wir verdammen uns durch unsere Sünden. Die Verdammten klagen nicht Gott an, sondern sich selbst.“
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„Wie herrlich, wie großartig ist es, seine Jugend Gott zu schenken! Welche Quelle der Freude und des Glückes! Glücklich die Seelen, die dem lieben Gott sagen können: "Herr, ich habe Dir immer gehört!...“
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„Man darf nicht glauben, dass es auf Erden irgendeinen Ort gibt, wo wir dem Kampf gegen den Teufel entkommen könnten. Wir werden unseren Widersacher überall finden, und überall wird er versuchen, uns den Himmel zu entreißen. Aber immer und überall können wir Sieger bleiben. Wenn wir wollen, können wir mit der Gnade Gottes, die uns nie verweigert wird, immer triumphieren.“
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„Das Kreuz ist das lehrreichste Buch, das man lesen kann. Wer dieses Buch nicht kennt, ist ein Unwissender, selbst wenn er alle anderen Bücher gelesen hätte. Das Kreuz umfasst die ganze Welt. Es ragt an den vier Ecken des Universums empor. Für jeden gibt es einen Teil davon.“
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„Für den Teufel ist das Kreuzzeichen etwas Schreckliches, denn wir entkommen ihm ja durch das Kreuz. Mit großer Ehrfurcht müssen wir das Kreuzzeichen machen. Man fängt beim Kopf an, womit auf das Oberhaupt der Schöpfung, den Vater, hingewiesen wird. Dann folgt das Herz: die Liebe, das Leben, die Erlösung - der Sohn; schließlich die Schultern: die Kraft - der Heilige Geist. Alles erinnert uns an das Kreuz. Wir selbst sind in Form eines Kreuzes erschaffen.“
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„Es gibt nichts, was der Eucharistie an Größe gleichkäme! Stellt alle guten Werke der Welt einer guten Kommunion gegenüber, ­ das ist wie ein Staubkörnchen neben einem Gebirge. Die Kommunion! ...Oh, welche Ehre erweist Gott seinem Geschöpf! Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß, und das Feuer brennt wieder. Man spürt es, wenn eine Seele das Sakrament der Eucharistie würdig empfangen hat. Sie ist so in Liebe versunken, von ihr durchdrungen und verändert, dass man sie in ihrem Handeln und in ihren Worten nicht wiedererkennt. Sie ist demütig, liebenswürdig und bescheiden; sie ist in friedlichem Einklang mit der ganzen Welt. Sie ist eine zu den größten Opfern fähige Seele.“
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„Die Kinder dieser Welt sind voll Sorge, wenn sie das Kreuz heimsucht. Die guten Christen machen sich Sorgen, wenn es ferne von ihnen ist. Wen Gott liebt, für den sind Prüfungen keine Strafen, sondern Gnaden. Legt man eine reife Traube in die Weinpresse, dann gibt es einen köstlichen Saft. So fließt auch aus der Presse unseres Leidens ein Wein, der die Seele nährt und stärkt. Der Christ lebt inmitten der Kreuze wie der Fisch im Wasser. Alle Leiden sind süß, wenn man vereint mit dem Herrn leidet.“
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„Es gibt nur eines: entweder herrscht ein Christ über seine Leidenschaften, oder seine Leidenschaften beherrschen ihn. Es gibt keinen Mittelweg.“
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„Das Herz dieser guten Mutter besteht nur aus Liebe und Barmherzigkeit. Ihr einziger Wunsch ist es, uns glücklich zu sehen. Wenn der Sünder diese gute Mutter um Hilfe anruft, so lässt sie ihn eintreten - und sei es durch das Fenster! Alles, worum der Sohn Gottes seinen Vater bittet, wird ihm gewährt. Alles, worum die Mutter ihren Sohn bittet, wird ihr ebenfalls gewährt.“
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„Die Menschen gleichen Maulwürfen, die unter der Erde ihre Gänge graben und nur selten bis zum Tageslicht vorstoßen. Der Mensch ist so groß, dass nichts auf der Erde ihm genügen kann. Nur wenn er sich Gott zuwendet, ist er zufrieden. Zieh einen Fisch aus dem Wasser: er wird nicht leben können. Das ist der Mensch ohne Gott.“
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„Alle guten Werke zusammen erreichen nicht den Wert eines einzigen Messopfers, denn sie sind die Werke der Menschen; die Messe aber ist Gottes Werk. Mit ihr verglichen, bedeutet selbst das Opfer des Märtyrers nichts. Hier gibt der Mensch Gott sein Leben hin; in der Messe ist es Gott, der seinen Leib und sein Blut für den Menschen opfert.“
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„Der Heilige Geist ist es, der die Felder der Gnade zur Reife bringt. Es ist wie mit dem Weizenkorn ; man streut es in die Erde; aber es bedarf der Sonne und des Regens, damit es aufgehen und zur Ähre werden kann. Wer keine Gottesliebe besitzt, ist arm; er gleicht dem Baum, der weder Blüten noch Früchte trägt.“
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„O, wie liebe ich diese kleinen Opfer, die von niemandem gesehen werden, wie z. B. eine Viertelstunde eher aufstehen, oder sogar in der Nacht für einen kurzen Augenblick das Bett verlassen, um zu beten.“
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„Was macht das Ordensleben so verdienstvoll ? Es ist der andauernde Verzicht auf den eigenen Willen, jenes beständige Absterben dessen, was in uns am stärksten lebt.“
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„Wenn man die Religion zerstören will, greift man zuerst den Priester an. Denn wo es keinen Priester mehr gibt, gibt es kein heiliges Opfer mehr, und wo es kein heiliges Opfer mehr gibt, stirbt die Religion. Der Priester soll vor allem ein Mann des Gebetes sein. Welch ein Unheil: ein Priester ohne Innenleben! ...Aber dazu gehört Ruhe, Schweigen, Einsamkeit. O, was ist es doch Großes um einen Priester! Erst im Himmel wird man ganz verstehen, was ein Priester ist. Das Priestertum offenbart uns die Liebe des Herzens Jesu. Das Priestertum ist die Herzensliebe Christi. Wenn ihr einen Priester seht, denkt an unsern Herrn Jesus Christus!“
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„Fragen wir nie, woher die Prüfungen kommen: sie kommen von Gott. Denn er ist es, der uns damit die Möglichkeit gibt, ihm unsere Liebe zu beweisen. Wen Gott liebt, für den sind Prüfungen keine Strafen, sondern Gnaden.“
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„Der Himmel kennt keine Rachsucht. Für die guten und demütigen Herzen, die Unrecht und Schmähungen mit Freude oder Gleichmut ertragen, beginnt der Himmel schon auf dieser Welt. Der liebe Gott wird nur denen verzeihen, die verziehen haben. Anders geht es nicht.“
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„Meine Kinder, wir können den Einfluss, den eine reine Seele auf den lieben Gott hat, nicht begreifen: sie erhält alles, was sie will. Eine reine Seele ist bei Gott wie ein Kind bei seiner Mutter. Es liebt und herzt sie, und die Mutter erwidert ihm seine Zärtlichkeiten. Um die Reinheit zu bewahren, gibt es drei Dinge: die Gegenwart Gottes, das Gebet und die Sakramente. Die Reinheit ist ein Geschenk des Himmels. Man muss sie von Gott erbitten. Wenn wir darum bitten, werden wir sie erhalten.“
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„In der Seele, die mit Gott verbunden ist, herrscht immerwährender Frühling. Wie viele Seelen können wir durch unser Beten bekehren. Wer eine Seele vor der Hölle rettet, der rettet nicht nur diese, sondern auch seine eigene.“
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„Der Sonntag ist Gottes Eigentum, der Tag, der ihm gehört, der Tag des Herrn. Mit welchem Recht rührt ihr an etwas, das euch nicht gehört? Ihr wisst, dass ein gestohlenes Gut niemals Segen bringt, auch nicht der Tag, den ihr dem Herrn nehmt. Ich kenne zwei Wege, wie man sicher arm wird: am Sonntag arbeiten und fremdes Gut sich aneignen.“
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„Wie die Speisen mit Salz, würzen wir alles mit Stolz. Wir sehen es gerne, wenn unsere guten Werke bekannt werden. Es freut uns, wenn man auf unsere Tugenden aufmerksam wird. Bemerkt man unsere Mängel, so stimmt es uns traurig. Die Heiligen waren anders. Es betrübte sie, wenn ihre Tugenden bekannt wurden, und sie waren froh gestimmt, wenn man ihre Unvollkommenheit erkannte. Wenn wir aus Stolz sündigen. ..dann sagen wir zu Gott, dass wir von allem unabhängig sind.“
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„Die Sünde ist der Scharfrichter des lieben Gottes und der Mörder der Seele. Sie reißt uns aus dem Himmel und stürzt uns in die Hölle. Und trotzdem lieben wir sie! ...Welch ein Wahnsinn ! Ein Christ, nach dem Bild Gottes geschaffen, Gotteskind, Gottes Bruder und Erbe Gottes! Ein Christ, dessen Körper Tempel des Heiligen Geistes ist: und gerade diesem raubt die Sünde jegliche Würde!“
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„Was macht unser Herr im Tabernakel ? - Er wartet auf uns. Er wartet darauf, dass wir mit unseren Bitten zu ihm kommen. Er ist gegenwärtig im Sakrament seiner Liebe, stets bereit, bei seinem Vater für die Sünder Fürsprache einzulegen. Er ist hier, um uns zu trösten. Lasst uns ihn öfters besuchen !“
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„Der Teufel lenkt uns ab bis zum letzten Augenblick, wie man einen armen Kerl ablenkt, bis die Polizei ihn abholt...“
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„Was der Teufel am meisten fürchtet, das ist die Demut.“
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„Man darf nicht auf den Teufel hören, der immer, nachdem er uns zu einer Sünde verleitet hat, versucht, uns in die Verzweiflung zu treiben.“
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„Mit Spiel und Zerstreuung muss man wie mit Medikamenten umgehen: sie dürfen weder gefährlich noch zu häufig sein.“
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„Der Verleumder ist wie eine Raupe, die über Blumen kriecht und darauf ihren ekligen Schleim zurücklässt.“
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„Gegen die Versuchungen sind drei Dinge absolut notwendig: Das Gebet, um uns zu erleuchten, die Sakramente, um uns zu stärken, und die Wachsamkeit, um uns zu schützen.“
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„Die Versuchung ist ein Mittel, den Himmel zu gewinnen. In der Tat, welches Verdienst hätten wir, in der kurzen Zeit unseres Lebens Gutes zu wirken, wenn wir keine Versuchungen hätten?“
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„Opfert die Versuchung auf, um die Bekehrung der Sünder zu erbitten: das ärgert den Teufel und treibt ihn in die Flucht. Die Versuchung wendet sich nämlich gegen ihn. Hernach wird er euch in Ruhe lassen.“
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„Wodurch wird das religiöse Leben so verdienstvoll? Durch den fortwährenden Verzicht, diesen Tod des eigenen Ich.“
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„In der Welt findet man jeden Augenblick Gelegenheit, auf seinen Willen zu verzichten: einen Besuch unterlassen, ein Liebeswerk ausführen, das keine Freude macht, zwei Minuten später zu Bett gehen, zwei Minuten früher aufstehen. Wenn man erst einmal mit diesem Leben der Entsagung begonnen hat, dann läuft es von selber weiter und diese Tugend besitzen, heißt alles besitzen.“
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„Ja, es werden nur wenige der guten Werke Belohnung finden; denn statt aus Liebe zu Gott handeln wir so oft aus Gewohnheit, Routine, und Eigenliebe ... O, wie schade! Wenn alle unsere Handlungen offenbar werden, sind selbst unter den guten nur wenige, die Gott gefallen. Denn in unseren scheinbar guten Taten finden sich so viele Unvollkommenheiten, selbstsüchtige Gedanken, soviel menschliche Selbstzufriedenheit, Lust an Sinnlichem und Gegenleistung aus Egoismus. Nach außen hin erscheinen diese Taten gut. Sie gleichen jenen gelben, reifen Früchten, die bereits innen von Würmern angefressen sind.“
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„Die Seele derer, die keinen Glauben haben, ist blinder als die Leute, die keine Augen haben. Wir sind in dieser Welt wie in einem Nebel, aber der Glaube ist der Wind, der den Nebel zerstreut und über unserer Seele eine herrliche Sonne leuchten lässt. Seht, wie düster und kalt es bei den Ungläubigen ist. Dort herrscht ein langer Winter. Bei uns ist alles heiter, voll Freude und Trost.“
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„Mein Gott, ich hoffe, dass Du mir all das belohnen wirst, was ich getan habe, um Dir zu gefallen.“
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„Wir haben alles zu gewinnen. Diese herrlich Hoffnung auf den Himmel, die einen guten Christen tröstet und belebt, kann ein schlechter Christ nicht verstehen. Alles, worin das Glück der Heiligen besteht, erscheint ihm hart und unbequem.“
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