Lebensgeschichte
Vor mehr als 1200 Jahren, im fruchtbaren Gebiet des heutigen Essen in Nordrhein-Westfalen, wurde der heilige Altfrid geboren. Als Mönch und später als Bischof von Hildesheim wurde sein Leben zu einem strahlenden Zeugnis der christlichen Hingabe. Altfrid widmete seine frühen Jahre dem monastischen Leben und erlangte rasch Ruf als Gelehrter und spiritueller Führer.
Im Jahr 851 wurde Altfrid als Bischof von Hildesheim berufen und stand vor der Herausforderung, die Gemeinde in einer Zeit politischer Unruhen und kultureller Umwälzungen zu leiten. Sein unermüdlicher Einsatz für die Förderung des Glaubens und die soziale Gerechtigkeit wurde zu einem Eckpfeiler seines Episkopats.
Altfrid gründete das Benediktinerkloster Helmarshausen, ein Ort der Bildung und Spiritualität. Seine Liebe zur Liturgie führte zur Einführung des Hildesheimer Antiphonars, einer kostbaren Handschrift, die bis heute erhalten ist.
Am 15. August 874, in Hildesheim in Niedersachsen, schloss Altfrid seine Augen für diese Welt. Sein Tod hinterließ ein Erbe der christlichen Nächstenliebe und spirituellen Führung. Der Gedenktag am 15. August erinnert uns an das Leben und Wirken dieses herausragenden Bischofs, der als Heiliger in die Geschichte der deutschen Kirche einging.