Lebensgeschichte
Am 28. Februar 1915 wurde in der beschaulichen Stadt Rees am Niederrhein der spätere heilige Karl Leisner geboren. Sein Weg führte ihn früh zum Glauben, und seine tiefe Religiosität fand ihren Ausdruck in einer Berufung zum Priesteramt. Doch sein Werdegang sollte von den Schatten des Zweiten Weltkriegs überschattet werden.
In den turbulenten Zeiten des NS-Regimes wurde Karl Leisner wegen seines klaren Bekenntnisses zum christlichen Glauben verfolgt. Sein unbeugsamer Glaube führte dazu, dass er in den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald interniert wurde.
Trotz der Widrigkeiten und seiner körperlichen Schwächung durch die Haft wurde Karl Leisner 1945 in Dachau heimlich zum Priester geweiht. Seine unerschütterliche Standhaftigkeit im Glauben und seine Seelsorge für seine Mitgefangenen machten ihn zu einem leuchtenden Vorbild.
Am 12. August 1945, nach seiner Befreiung, verstarb Karl Leisner in Planegg bei München. Sein Leben war geprägt von mutigem Glaubenszeugnis und Liebe zum Nächsten, und er wurde später selig- und heiliggesprochen. Die Geschichte des heiligen Karl Leisner erinnert uns daran, dass der Glaube auch in den dunkelsten Zeiten des Lebens leuchtet und Hoffnung schenkt.