Lebensgeschichte
Die Wurzeln Hemmas von Gurk reichen tief in die Erde von Zeltschach, einem bezaubernden Ort in Kärnten. Geboren um das Jahr 995, stammte sie aus dem angesehenen Geschlecht der Grafen von Friesach-Zeltschach und war sogar mit Kaiser Heinrich II. verwandt. Ihre Jugend verbrachte sie am Hof des Kaisers, wo sie eine wohl erzogene Ausbildung erfuhr.
Um das Jahr 1010 schlug Hemma ein neues Kapitel ihres Lebens auf und heiratete den Grafen Wilhelm von der Sann. Die Liebe zu ihrem Glauben und ihrer Heimat führte sie dazu, Kirchen in den umliegenden Gebieten von Gurk zu erbauen. Globasnitz, Glödnitz, und Wieting wurden zu Stätten des Gottesdienstes, die ihren Glauben und ihre Großzügigkeit widerspiegelten.
Hemma legte nicht nur den Grundstein für Kirchen, sondern auch für die Verbreitung des Glaubens in Regionen wie St. Radegund bei Graz, Lorenzenberg, Lampersberg bei Rosenheim, St. Georgen am Weinberg und St. Margarethen ob Töllerberg. Ihre philanthropische Arbeit erstreckte sich sogar bis in die Krain, wo sie in St. Rupert, dem heutigen Šentrupert in Slowenien, Kirchen errichtete.
Doch das Leben Hemmas war nicht frei von Prüfungen. Der gewaltsame Tod ihrer Söhne Wilhelm und Hartwig, die sie als Leiter der Bergwerke in Hüttenberg und Knappenberg eingesetzt hatte, trübte ihre Tage. Der Aufstand der Arbeiter, der zu deren Mord führte, zwang Hemma's Mann zur Liquidation des Ortes.
Der Weg des Leids fand seinen Höhepunkt im Jahr 1036, als Wilhelm aus politischen Gründen vom Grafen Adalbero von Eppenstein ermordet wurde. Der Legende nach starb Hemmas Mann auf dem Rückweg von Rom im Tal der Lavant. Eine Kapelle über seinem Grabmal und drei Lindenbäume in Gräbern, bekannt als die "1000-jährigen Hemmalinden", wurden zu Zeichen des Gedenkens.
Als kinderlose Witwe lenkte Hemma ihre Schritte zur Gründung des Benedikterinnenklosters Gurk im Jahr 1036. Ihre Hingabe an die Jungfrau Maria fand in der Weihe der Kirche von Gurk im Jahr 1043 ihren Höhepunkt. Hemma selbst trat wohl im selben Jahr als Nonne in das Kloster ein, dessen Bau sie überwachte, während sie auf einem Stein saß, heute als der "Hemma-Stein" verehrt.
Hemma von Gurk hinterließ nicht nur ein spirituelles Erbe, sondern auch beträchtlichen Besitz. Ihr Vermächtnis wuchs weiter im Kloster Admont, das 1074 gegründet wurde. Trotz der Auflösung des Klosters Gurk wurde die Erinnerung an Hemma im 12. Jahrhundert durch gefälschte Aufzeichnungen wiedererweckt. Ihr Name strahlt heute im Glanz des Doms von Gurk und in den Herzen jener, die von ihrer Hingabe berührt wurden.