Paulinus von Nola

Pontius Meropius Anicius Paulinus

Lebensgeschichte

Aus den sonnenverwöhnten Gefilden von Bordeaux stammend, erblickte Paulinus um das Jahr 353 das Licht der Welt. Als Mitglied einer angesehenen römischen Senatorenfamilie genoss er eine umfassende wissenschaftliche Bildung. Die Wege des jungen Paulinus führten ihn zu hohen Ämtern, darunter das des Vizekonsuls im Jahr 378 und das des Statthalters in der Region Kampanien im Jahr 381. Das entscheidende Ereignis in Paulinus' Leben ereignete sich 381 während des Festes des Felix in Cimitile bei Nola. Hier wurde der Keim seiner Bekehrung zum Christentum gelegt. Nach der Taufe, kurz nach seiner Ehe mit Theresia, zog Ambrosius von Mailand als sein geistlicher Begleiter an seiner Seite. Der Tod seines Sohnes im Jahr 393 führte Paulinus dazu, seinen Besitz zu veräußern und sich mit seiner Frau in den Pyrenäen zurückzuziehen. Die Jahre der Zurückgezogenheit wurden zur Vorbereitung auf einen neuen Lebensabschnitt. 394 wurde er in Barcelona zum Priester geweiht, und gemeinsam mit seiner Frau gründete er 395 eine klösterliche Gemeinschaft an Felix' Grab in Cimitile. Die Liebe zu den Bedürftigen und die Erneuerung von Kirchen prägten seine Amtszeit als Bischof, die er 415 beendete. Paulinus von Nola starb am 22. Juni 431 in Cimitile. Seine sterblichen Überreste fanden schließlich in der neuen Kathedrale in Nola ihre letzte Ruhestätte, die im Jahr 1908 von Papst Pius X. geweiht wurde. Paulinus, dem die Einführung von Glocken im Gottesdienst zugeschrieben wird, lebt auch durch seine Briefe an Sulpicius Severus und Augustinus weiter. Sein literarisches Wirken war ganz dem Dienst an Christus gewidmet, und er ermahnte dazu, dass das gesamte Leben auf Christus ausgerichtet sein solle – eine Botschaft, die bis heute nachklingt.

Zitate

„Der Mensch ohne Christus ist wie Staub im Schatten der Welt.“
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„Für mich ist der Glaube die edelste Kunst, und Christus ist meine inspirierende Dichtung.“
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„Der Verzicht auf weltliche Güter, die in diesem Leben angehäuft werden, oder ihr Verkauf markiert nicht das Ende, sondern den Anfang des Rennens im Stadion. Es ist gewissermaßen nicht das Ziel, sondern der Startpunkt. Der Athlet gewinnt nicht, wenn er sich entkleidet, denn er legt seine Kleider genau aus diesem Grund ab – um den Kampf zu beginnen. Er ist erst dann würdig, als Sieger gekrönt zu werden, wenn er einen wahren Kampf geführt hat.“
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„Es ist nicht erstaunlich, dass wir, selbst wenn wir räumlich voneinander getrennt sind, einander nahestehen und uns kennen, ohne je persönlich miteinander bekannt zu sein. Denn wir sind Teile eines einzigen Leibes, wir haben ein gemeinsames Haupt, wir sind von einer einzigen Gnade durchdrungen, wir leben von einem Brot, wir folgen einem Pfad, und wir wohnen im gleichen spirituellen Haus.“
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