Lebensgeschichte
Geboren an den sonnenverwöhnten Gestaden Italiens oder möglicherweise auf der geschichtsträchtigen Insel Naxos in Griechenland, erwachte Alban von Mainz zu einem Leben, das durch den Glauben und den Widerstand gegen den Arianismus geprägt war. In den Wirren der Zeit von Kaiser Theodosius I. und der Auseinandersetzung mit der ketzrischen Lehre wurden Alban und sein Gefährte Theonestus von Rom nach Mailand entsandt. Ihr Pfad führte sie durch die Weiten Galliens, nach Augsburg und schließlich nach Mainz, wo sie den vertriebenen Bischof Aureus unterstützten. Doch die dunklen Wolken des Krieges zogen über die Stadt, als 406 Vandalen in Mainz einfielen und den Bischof auf grausame Weise ermordeten.
Während des Gebets wurde Alban gefangen genommen und in seiner Standhaftigkeit enthauptet. In einem Akt ungebrochener Hingabe soll er sein eigenes Haupt genommen haben, um es an dem Ort zu tragen, an dem er ruhen wollte. Theonestus, sein tapferer Begleiter, begrub ihn laut der Legende in einem prächtigen Münster zu Mainz und fand dabei selbst den Weg zum Martyrium. Durch die Jahrhunderte hindurch erstrahlt Alban von Mainz als leuchtendes Beispiel für die Opferbereitschaft und den festen Glauben, der selbst in den dunkelsten Stunden des Schicksals nicht erlischt.