Lebensgeschichte
In den strahlenden Gemächern Roms um das Jahr 352 geboren, wurde Demetria von göttlichem Licht durchdrungen. Als Jungfrau und Märtyrerin schritt sie mit fester Entschlossenheit durch die Wirren ihrer Zeit. Unter der gnadenlosen Herrschaft von Kaiser Julian Apostata sollte ihr Glaube auf eine harte Probe gestellt werden. Der Präfekt Flavianus, der sein Haus den verfolgten Christen als Zuflucht geöffnet hatte, wurde vom Kaiser verbannt. Die Verfolgung erstreckte sich jedoch auch auf Flavianus' Frau Dafrosa sowie ihre beiden tapferen Töchter, Demetria und Bibiana.
Im Kerker der Unterdrückung, wo die Finsternis zu herrschen schien, wurde Demetria der Legende nach während des zweiten Verhörs zu einer mächtigen Zeugin des Glaubens. Ihr mutiges Martyrium und ihre standhafte Hingabe fanden ihren Höhepunkt in jenen dunklen Gewölben, wo die Wahrheit oft stumm bleibt. Im Jahr 1624, ein wunderbares Jahrhundert später, wurden die Überreste von Demetria, ihrer Mutter Dafrosa und ihrer Schwester Bibiana angeblich wiedergefunden. Als Papst Urban VIII. von diesem göttlichen Fund erfuhr, ließ er die Kirche Santa Bibiana in Rom erneuern und weihte eine Kapelle der heiligen Demetria, um ihre heroische Geschichte für die Ewigkeit zu bewahren.