Lebensgeschichte
In den heiligen Gefilden Lübecks um das Jahr 1200 geboren, fand Menrich seine Bestimmung als Säkular-Kanoniker. Die Schicksalswege führten ihn in die Fußstapfen seines Bruders Bertold, der als Einsiedler auf dem majestätischen Berg Haslei in Fröndenberg an der Ruhr lebte. Nach dem Ableben seines Bruders fühlte Menrich einen göttlichen Ruf, der ihn dazu trieb, die Klause seines Bruders zu übernehmen. Mit einem Herzen voller Hingabe und einem klaren Ziel vor Augen gründete er um 1230 an diesem heiligen Ort ein Zisterzienserinnenkloster.
Die schlichte Schönheit der klösterlichen Mauern und die erhabene Stille der Natur wurden zu Zeugen von Menrichs entsagendem Leben. Unter seinem weisen und gütigen Blick sammelten sich Schüler um ihn, und die Saat der Spiritualität und Gemeinschaft begann zu keimen. Die schlichte Klosterkirche St. Marien, neben der das Äbtissinnengebäude von 1661 aufragt, wurde zum Zentrum des frommen Wirkens von Menrich und seiner Gemeinschaft. Sein spirituelles Erbe durchdringt noch heute die Mauern von Fröndenberg, und die Äbtissinnen, die dem Kloster folgten, trugen die Flamme der göttlichen Liebe weiter. Nach einem erfüllten Leben im Dienste Gottes verstarb Menrich nach 1262 und hinterließ eine erblühende Oase der Frömmigkeit inmitten der nordrhein-westfälischen Landschaft.