Adalbert von Magdeburg

Lebensgeschichte

Aus den Hallen der Kanzlei des Kölner Erzbischofs trat Adalbert um 950 hervor, und sein Weg führte ihn 959 in die ehrwürdigen Mauern des Klosters St. Maximin in Trier. In den Hallen dieses berühmten Klosters, das den Reformen von Cluny folgte, fand er seine spirituelle Heimat als Benediktinermönch. Die Wege des Glaubens führten ihn weiter, und auf Bitten der russischen Großfürstin Olga begab er sich 961 auf eine Mission nach Kiew. Doch die Mission, von Widerständen durchzogen, zwang ihn zur Rückkehr nach Deutschland im Jahr 962, wobei er knapp dem Tod entkam. Die Hand des Schicksals führte Adalbert nach Weißenburg im Elsass, wo er 966 zum Abt ernannt wurde und seine Feder für eine Fortsetzung der Chronik des Regino von Prüm über die Reichsgeschichte führte. Sein Wirken und Wissen blieben nicht unbemerkt, und so ernannte Kaiser Otto I. ihn 968 zum ersten Erzbischof des neu gegründeten Bistums Magdeburg. Dieses sollte zum Zentrum der Christianisierung der Slawen östlich der Elbe werden. In seiner Amtszeit erlebte Magdeburg unter Adalberts Schirmherrschaft eine kulturelle Blütezeit, die Wissenschaft und die Domschule erstrahlten im Glanz seines Engagements. Sein Erbe lebte in den Werken seiner Schüler weiter, darunter auch Adalbert von Prag. Am 20. Juni 981 schloss der Mönch und Glaubensbote Adalbert von Magdeburg seine irdische Pilgerschaft in Zscherben bei Halle.