Potentinus von Steinfeld

Lebensgeschichte

Geboren in den malerischen Gefilden von Aquitanien, Frankreich, machte sich Potentinus von Steinfeld mit seinen Söhnen Felicius und Simplicius auf eine Pilgerreise nach Trier im 4. Jahrhundert. Die Legende des 9. Jahrhunderts erzählt von einem edlen Adligen, der, von Bischof Maximin freundlich empfangen, nach einem von Gott geweihten Leben suchte. Maximin wies ihn nach Karden an der Mosel zu Kastor, wo er bis zu seinem Tod verweilte. Inmitten der Weinberge von Karden führte Potentinus ein einfaches, gottgeweihtes Leben. Seine Pilgerreise, die eigentlich der Suche nach heiligen Stätten diente, führte zu einem bleibenden Ort der Gottesverehrung. Das Kloster in Steinfeld wurde zum Symbol seiner Hingabe an den christlichen Glauben. Die romanhaft-legendarische Erzählung des 14. Jahrhunderts verleiht Potentinus königliche Wurzeln und erzählt von seiner Wandlung vom heidnischen Frankenkönigssohn zum Diakon und schließlich zum Bischof von Paderborn. In diesem erweiterten Bericht wird Potentinus zum Märtyrer, der für seinen Glauben Pfeilschüsse und die Enthauptung erduldete. Statuen von Potentinus und seinen Söhnen, die in der Kirche des Klosters Steinfeld stehen, erzählen die Geschichte dieses gläubigen Pilgers und möglichen Märtyrers, dessen Leben zu einem Quell der Inspiration und Verehrung geworden ist.