Rainer von Trier

Ranieri Scacceri

Lebensgeschichte

Sohn des wohlhabenden Kaufmanns Gandolfo Scacceri und der Mingarda geb. Buzzaccherini, lebte Rainer in seiner Jugend ein weltliches Leben mit allen Freuden. Im Alter von 19 Jahren traf er den Mönch Albert, der als Einsiedler gelebt hatte und nun nach Pisa ins Kloster San Vito gekommen war. Seinem Beispiel folgend gab Rainer nun seinen Reichtum auf und zog als Pilger ins Heilige Land, wo er mehrere Jahre als Asket, mit Bußübungen und nur von mildtätigen Gaben lebte. Nach seiner Pilgerreise kehrte er 1154 nach Pisa zurück und schloss sich dem Kloster San Vito an. In der Stille und Einsamkeit fand er tiefe spirituelle Erfahrungen. Andrea di Bonaiuto malte 1377 ein Fresko, das Rainers Reise ins Heilige Land und seine Christus-Vision zeigt. In dieser Vision wurde ihm das Pilgergewand überreicht, und er empfing eine Botschaft von Christus selbst. Rainer verehrte Maria zutiefst und betete täglich zu ihr. Die Legenden erzählen von Wundern, die sich um ihn ereigneten, wie das Entlarven eines Weinpanschers. Sein Ruf als Heiliger verbreitete sich schon zu Lebzeiten, und er starb am 17. Juni 1161 im Kloster San Vito im Ruf der Heiligkeit. Heiliger Rainer Scacceri, der einst weltlichen Freuden entsagte, inspiriert uns durch sein asketisches Leben und seine tiefe Verbundenheit mit Christus und Maria. Seine Geschichte lehrt uns die Bedeutung der Buße, der Mildtätigkeit und des intensiven Gebets.