Veit

Lebensgeschichte

In der malerischen Stadt Mazara, im Herzen von Sizilien, wurde Veit geboren, ein junger Mann, der für seinen unerschütterlichen Glauben und sein Wunderwirken bekannt wurde. In den prächtigen Mauern des alten Nekropole von Mazara wuchs er heran, umgeben von den Legenden der Märtyrer und Nothelfer. Sein Leben begann als Sohn des heidnischen Senators Hylas, aber schon in jungen Jahren ließ sich Veit von seiner Amme Crescentia und seinem Erzieher Modestus zum christlichen Glauben bekehren. Die Liebe zu Gott durchströmte sein Herz, und selbst als sein Vater gegen seinen Glauben tobte, blieb Veit standhaft. Veits Weg führte ihn durch die dunklen Zeiten der Verfolgung unter Diokletian. Seine Wunder, angefangen von seiner Heilung des besessenen Sohnes des Kaisers bis hin zu seiner Flucht auf einem Schiff mit Brot bringenden Adlern, machten ihn zu einer lebenden Legende. Selbst vor den Grausamkeiten des Martyriums schreckte Veit nicht zurück. Gefängnis, Ölkessel, Löwen – alles wurde überwunden durch die göttliche Gnade, die ihn umgab. Seine Reisen führten ihn nach Rom, wo er sogar den Kaiser Diokletian von seiner Macht überzeugte. Am Ufer des Flusses Sele, nahe Santa Cecilia bei Eboli, endete sein irdisches Pilgerleben. Engel befreiten ihn von den Fesseln der Welt, und inmitten von Gebet und Frieden hauchte er seine Seele aus. Adler bewachten seine sterblichen Überreste, bis eine fromme Witwe sie fand und ehrfürchtig bestattete. Die Verehrung des Heiligen Veit breitete sich rasch aus, von Frankreich über Deutschland bis nach Sizilien. Papst Gelasius I. weihte eine Kirche seinem Namen, und Veit wurde zu einem Schutzpatron der Sachsen. Seine Reliquien fanden ihren Weg nach Mönchengladbach und wurden in ganz Europa verehrt. Die Legenden um Veit, den Märtyrer und Nothelfer, inspirieren bis heute Gläubige dazu, inmitten von Prüfungen und Krankheiten auf göttliche Hilfe zu hoffen. Seine Geschichte lebt weiter in den zahlreichen Kirchen, Kapellen und Altären, die ihm gewidmet sind, und in den Herzen derer, die den "Veitstanz" und andere Leiden durch seine Fürsprache lindern mögen.