Lebensgeschichte
Um 680 n. Chr., in den schattigen Wäldern bei Ambérieu, Frankreich, entspann sich das tragische Schicksal von Ragnebert. Als Sohn eines fränkischen Herzogs und enger Berater von König Theuderich III. stand er im glanzvollen Kreis des königlichen Hofes. Doch das Rad des Schicksals nahm eine düstere Wendung, als Ebroin, der machthungrige Hausmeier des Königs, Intrigen webte.
Auf Befehl Ebroins wurde Ragnebert nach Burgund verbannt, in die abgelegenen Wälder von Ambérieu, wo die Vögel ihre traurigen Lieder zu singen schienen. Doch Ragnebert, ein Mönch im Herzen, fand Trost in seinem Glauben. In der stillen Abgeschiedenheit betete er für die, die ihn verstoßen hatten.
Das Schicksal führte ihn zu seinem Martyrium, als Ebroins Häscher ihn bei Ambérieu gefangen nahmen. Inmitten der grünen Wälder, wo die Sonnenstrahlen durch die Blätter schimmerten, wurde das Leben des Mönchs Ragnebert gewaltsam beendet. Seine sterblichen Überreste fanden ihre letzte Ruhe im Kloster St-Rambert-en-Bugey, das nun seinen Namen trug.
Die Geschichte von Ragnebert, dem Mönch und Märtyrer, erinnert uns an die Opfer, die im Namen des Glaubens erbracht wurden. Seine Hingabe an Gott und sein ruhiges Sterben inmitten der Natur sind ein Vermächtnis, das die Jahrhunderte überdauert hat.