Lebensgeschichte
Heiliger Rimbert von Bremen-Hamburg, geboren um 830 in Flandern, Belgien, entstammte einem Adelsgeschlecht. Seine spirituelle Reise begann im Kloster in Turholt, dem heutigen Torhout, wo er unter der Anleitung von Ansgar erzogen wurde. Gemeinsam mit Ansgar wirkte er ab 852 als Missionar in Schweden und leitete nach Ansgars Tod die Missionsstation Sigtuna.
Im Jahr 862 wurde Rimbert, obwohl erst zum Diakon geweiht, zum Erzbischof von Bremen-Hamburg gewählt. Er erhielt die Bischofsweihe von Erzbischof Liutbert von Mainz und legte später in Corvey seine Profess als Benediktinermönch ab. Papst Nikolaus I. verlieh ihm im Dezember 865 das Pallium.
Rimbert setzte sich von 866 bis 876 intensiv für die Missionierung in Dänemark und Schweden ein. Trotz Rückschlägen durch normannische Angriffe wurde er 872 von Papst Hadrian II. zum apostolischen Nuntius für die nordischen Völker ernannt. Als die Normannen ab 880 wiederholt das Geschaffene zerstörten, widmete er sich der Fürsorge für von Normannen gefangene Christen.
Im Jahr 884 organisierte Rimbert eine Armee, um die Normannen in Friesland zu bekämpfen. Er nahm an wichtigen Synoden teil, darunter diejenige in Worms 868 und die Reichstagssitzung in Frankfurt am Main im Januar 873. Rimbert sandte sogar einen Vertreter zur Synode in Köln im Jahr 887.
Durch seine engen Verbindungen zum König konnte er sein Erzbistum wirtschaftlich stärken. Rimbert verfasste zwischen 865 und 876 eine Lebensbeschreibung seines Lehrers Ansgar, die einen großen historischen Wert für die Frühgeschichte des Bistums und der Skandinavienmission im 9. Jahrhundert hat.
Erschöpfung und Arthritis zwangen Rimbert im Jahr 875 dazu, die Ernennung eines Koadjutors zu erbitten. Zwei Tage vor seinem Tod erhielt er vom König Arnulf von Kärnten das Münzrecht für Bremen. Heiliger Rimbert von Bremen-Hamburg starb am 11. Juni 888, und sein Erbe lebt in den Annalen der Kirchengeschichte und Mission fort. Seine unermüdliche Arbeit und sein Einsatz für den Glauben inspirieren uns bis heute.