Maria Gräfin Droste zu Vischering

Maria Anna Johanna Franziska Theresia Antonia Huberta Droste zu Vischering

Lebensgeschichte

Heilige Maria vom göttlichen Herzen Jesu, geboren als Maria Anna Johanna Franziska Theresia Antonia Huberta Droste zu Vischering, entstammte einem adeligen Geschlecht, geprägt von Reichsfreiherren zu Vischering und der Grafenfamilie von Galen. In ihrer Jugend besuchte sie das Kloster Sacre Coeur Riedenburg in Bregenz, wo sich ihre geistliche Berufung entfaltete. Im Jahr 1888, im Alter von 25 Jahren, trat Maria in den Orden der "Schwestern Unserer Frau von der Liebe des Guten Hirten" ein und erhielt den Ordensnamen Maria vom göttlichen Herzen Jesu. Ihre Lebensreise führte sie schließlich nach Porto, wo sie 1894 zur Oberin ernannt wurde. Maria, von einer Rückenkrankheit geplagt, fand sich für drei Jahre ans Bett gefesselt. Trotz ihrer körperlichen Leiden erfüllte sie weiterhin ihre Pflichten als Oberin. In dieser Zeit begannen ihr mystische Visionen, darunter der aufrichtige Wunsch, die ganze Welt dem Herzen Jesu zu weihen. Getrieben von dieser Vision übermittelte sie persönlich Papst Leo XIII. ihren Wunsch. Beeindruckend war, dass noch zu Lebzeiten Marias, im Mai 1899, der Papst mit der Enzyklika "Annum sacrum" das Hochfest "Heiligstes Herz Jesu" auf den 11. Juni 1899 festsetzte und die Weihe der Welt dem Herzen Jesu vollzog. Als Maria am 8. Juni 1899 im Kloster in Porto starb, begann in der an ihr Zimmer anstoßenden Kapelle gerade die erste Vesper zum ersten weltweiten Herz-Jesu-Fest. Ihr bescheidenes Fenster gewährte einen Blick auf den Tabernakel, während die Welt das Herz Jesu ehrte, erfüllt von ihrem außergewöhnlichen Glauben und ihrer Hingabe an die göttliche Liebe.

Zitate

„Durch den Kampf und Verzicht reift die Seele am meisten. Dabei erfährst du, dass das Glück, der Welt zu entsagen und allein dem lieben Heiland zu gehören, alle Vorstellungen übertrifft. Es bringt einen Frieden, der durch nichts gestört werden kann. In den letzten Monaten ist es mir zumindest so ergangen, und vieles, wovor ich früher zurückschreckte, geschieht jetzt wie von selbst.“
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„Ich habe oft erlebt, dass das beste Mittel, Herr über Schwierigkeiten zu werden, darin besteht, dem lieben Gott gerade für diese Schwierigkeiten, Leiden usw. zu danken. Ich glaube, dass man dadurch dem lieben Gott zeigt, dass man sich ganz seinem Willen unterwirft, auch wenn das Gefühl noch so sehr empört ist.“
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„Anfangs fiel es mir schwer, das aktive und kontemplative Leben zu vereinen, und äußere Tätigkeit war mir ein schweres Kreuz. Wenn der liebe Heiland jedoch durch die Loslösung von allem und durch ständige Leiden und Opfer für Ihn uns einmal den Schlüssel zu Seinem Herzen finden lässt, dann können wir trotz äußerer Arbeit und Sorgen genauso innerlich leben wie eine Karmeliterin in ihrer Zelle. Die Arbeiten und Sorgen gelten schließlich alle der Ehre Gottes und dem Heil der Seelen. Wenn man das stets im Auge behält, wird unser ganzes Leben in Übernatürliches verwandelt.“
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