Lebensgeschichte
Heiliger Ferdinand von Portugal, geboren in Santarém, war der jüngste Sohn des verehrten Königs Johann I. und Philippas von Lancaster. Sein Leben wurde von einer tiefen Frömmigkeit und dem Wunsch nach christlicher Tapferkeit geprägt.
Im Jahr 1434 wies Ferdinand die Berufung zum Kardinal zurück und übernahm stattdessen die Rolle des Großmeisters des Ritterordens von Avis. Gemeinsam mit seinem Bruder, dem Seefahrer Heinrich, führte er im Jahr 1437 einen Kreuzzug gegen die Mauren in Nordafrika an. Obwohl der Feldzug scheiterte und nur Tanger erobert werden konnte, entschied sich Ferdinand, in Gefangenschaft zu gehen, um das Leben der portugiesischen Soldaten zu retten.
Sechs Jahre lang ertrug er Leiden und Zwangsarbeit in Fès, Marokko, da die Übergabe von Ceuta, wie im Kapitulationsvertrag vereinbart, nicht erfolgte. Ferdinand verstarb im Gefängnis von Fès, getreu seinem Versprechen, seine Mitstreiter zu schützen.
Die Bemühungen des portugiesischen Königshofes, Ferdinand als Heiligen und Märtyrer darzustellen, sollen nicht nur von seinem eigenen Schicksal ablenken, sondern auch von der Weigerung seines Bruders, König Eduard, Ceuta aufzugeben. Heiliger Ferdinand von Portugal, ein Kreuzfahrer und Märtyrer, lehrt uns durch sein heroisches Leben, dass die Hingabe an den Glauben über persönlichen Trost und Selbstschutz steht. Seine Geschichte erfüllt uns mit Bewunderung für seine Tapferkeit und sein unbeirrtes Streben nach christlichen Werten.