Adalar

Lebensgeschichte

In den grünen Hügeln von England wurde der Heilige Adalar geboren, ein treuer Glaubensbote und der erste Bischof von Erfurt. Auf Bonifatius' Missionsreise im Jahr 741 ernannte dieser Adalar zu seinem Bischof in Erfurt. Gemeinsam mit seinem Förderer und 51 weiteren gläubigen Zeugen erlitt er das Martyrium, als heidnische Friesen sie brutal erschlugen. Adalars Überreste wurden zunächst in Utrecht bestattet, doch nach 756 wurden sie feierlich in den Dom von Fulda überführt und neben Bonifatius beigesetzt. Im Jahr 1154 wurden die Gebeine in Erfurt "aufgefunden" und ein prächtiger Sarkophag wurde im Dom errichtet. Obwohl das Bistum Erfurt nach Adalars Tod aufgelöst wurde, begann im frühen 14. Jahrhundert die Verehrung des einzigen Bischofs von Erfurt. Erst 1973 wurde eine Apostolische Administratur für die Gebiete in der damaligen DDR gegründet, die 1994 wieder zum Bistum erhoben wurde. Die Kirche nahe St. Ulrich am Pillersee in Tirol, 1404 geweiht, trägt stolz Adalars Namen und beherbergt Fresken, die ihn als Patron des Viehs darstellen. Die Statue am Brunnen vor der Filialkirche erinnert an die heilige Präsenz des Bischofs, der sein Leben im Dienst an Gott und den Menschen opferte. Adalars Geschichte lebt weiter in den Herzen der Gläubigen, die seine Tapferkeit und seinen Glauben bewundern.