Franz von Carácciolo

Lebensgeschichte

Heiliger Franz von Carácciolo, geboren in der malerischen Villa Santa Maria bei Chieti, Italien, erlebte seine Jugend inmitten des Wohlstands der Adelsfamilie Caracciolo. Doch das Leben hatte für Franz früh eine Wendung bereit. Im Alter von 22 Jahren wurde er von einer lebensbedrohlichen Hautkrankheit geplagt. Inmitten der Verzweiflung legte er das Gelübde ab, ein gottgeweihtes Leben zu führen, sollte er genesen. Nach seiner Genesung verteilte er großzügig sein Vermögen und widmete sich dem Theologiestudium. 1587 wurde er zum Priester geweiht und schloss sich einer Bruderschaft an, die sich der seelsorgerlichen Begleitung von Gefangenen und Verurteilten widmete. Gemeinsam mit den Priestern Giovanni Agostino Adorno und Fabrizio Caracciolo zog er sich in die Einsiedelei dei Camaldoli zurück. Dort, inmitten der Stille, gründeten die drei Männer im Jahr 1588 die Kongregation der "Clerici regulares minores" oder "Caraccioliner", vom Papst Sixtus V. anerkannt. Ihre Mission war geprägt von Seelsorge, Unterrichtung der Jugend und dem Dienst an Kranken. Ihr viertes Gelübde verpflichtete sie, keine Karriere im Orden oder in der Kirche anzustreben. Franz, ehemals Ascanio, wurde nach Adornos Tod 1591 Generaloberer des Ordens. Sein Wirken erstreckte sich bis nach Spanien, wo er 1594 an der Ausbreitung des Ordens mitwirkte. Als "Prediger der Liebe" initiierte er einen "Kreuzzug der Liebe gegen den sozialen Hass und das sittliche Elend". Die Förderung der Eucharistie-Verehrung und die Einführung der "Ewigen Anbetung" prägten sein spirituelles Erbe. Nach dem Rückzug von seinem Ordensamt 1607 pilgerte Franz nach Loreto und zog sich schließlich ins Kloster an der Kirche dell'Annunziata in Agnone zurück. Sein Tod im Jahr 1608 war von Gelassenheit geprägt, und er wurde in der Kirche Santa Maria Maggiore alla Pietrasanta in Neapel beigesetzt.