Quirinus von Siscia

Lebensgeschichte

Heiliger Quirinus von Siscia, Bischof und Märtyrer, wurde in den weiten Ebenen Kroatiens geboren. Seine Berufung führte ihn zum Dienst an der Kirche von Siscia, wo er als Hirte und Lehrer wirkte. In den finsteren Tagen der Diokletianischen Verfolgung geriet Quirinus wegen seines Glaubens in die Fänge des Präfekten Amantius. Eingekerkert in Savaria wurde er auf grausame Weise mit einem Mühlstein um den Hals in den Fluss gestürzt. Doch selbst im Angesicht des Martyriums hielt Quirinus unbeirrt an seinem Glauben fest und wurde zu einem lebendigen Zeugnis für die unerschütterliche Treue zu Christus. Nach seinem heldenhaften Tod wurde sein Leichnam zunächst in der Basilika neben dem Ödenburger Tor in Savaria beigesetzt. Um ihn vor Grabräubern zu schützen, brachte man seine Reliquien im frühen 5. Jahrhundert nach Rom, wo sie in der Krypta der Kirche San Sebastiano fuori le mura ruhen. Eine Darstellung seines Lebens und Mutes findet sich in den Katakomben des Callistus. Heiliger Quirinus von Siscia, ein Opfer der Verfolgung und Zeuge des Glaubens, erinnert uns daran, dass die Liebe zu Christus stärker ist als jede Bedrohung. Seine Geschichte lehrt uns, dass auch im Angesicht des Martyriums die Hoffnung auf das ewige Leben die Seele erhellt und dass der Glaube die Macht des Todes überwindet.