Werner von Ellerbach

Lebensgeschichte

Heiliger Werner von Ellerbach, ein demütiger Benediktinermönch, wurde im Kloster St. Blasien in Baden-Württemberg ausgebildet. Im Jahr 1098 führte sein spiritueller Weg ihn nach Wiblingen, wo er zum ersten Abt des neugegründeten Klosters ernannt wurde, das von den großzügigen Grafen Hartmann und Otto von Kirchberg gestiftet worden war. Das Kloster erhielt als Dank für die Teilnahme der Grafen am 1. Kreuzzug eine bedeutende Reliquie - einen Partikel des Kreuzes Christi. Werner wurde zum Hüter dieser heiligen Reliquie und das Kloster Wiblingen zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche Pilger. Johannes Zwick schuf ein beeindruckendes Deckenfresko in der Klosterkirche, das die feierliche Übergabe der Kreuzreliquie an Werner darstellt. Die Wernerbrote, alljährlich an seinem Todestag gesegnet und verteilt, wurden zu einem Symbol der spirituellen Verbundenheit und Nächstenliebe. Im Dreißigjährigen Krieg erhielt die Tradition der Wernerbrote neue Bedeutung, als Zeichen des Trostes und der Hoffnung. Im Jahr 1782 wurden Werners Gebeine in die neu errichtete Klosterkirche überführt, doch die Säkularisation im Jahr 1806 führte zur Aufhebung des Klosters.