Karl Lwanga und Gefährten

Lebensgeschichte

Heiliger Karl Lwanga und Gefährten, Märtyrer aus dem 19. Jahrhundert im Königreich Buganda (heutiges Uganda), zeugen von einem heroischen Glaubenszeugnis inmitten widriger Umstände. Karl Lwanga, geboren im malerischen Bulimo, einem Ortsteil von Nkonge bei Kampala, wuchs in einer Zeit auf, in der die ersten christlichen Missionare Europas nach Uganda kamen. Nach dem Tod des unterstützenden Königs Mutes wurde der junge König Mwanga sein Nachfolger. Obwohl Mwanga zuerst dem christlichen Glauben wohlgesinnt war, wandte er sich unter dem Einfluss seiner Beamten und Ratgeber gegen das Christentum. Die ersten Opfer waren Jugendliche wie Yosefu Mukasa Balikuddembe und Dionysius Ssebuggwawo, die für ihren Glauben und ihre Kritik an weltlichen Ausschweifungen den Märtyrertod erlitten. Der Zorn des Königs richtete sich besonders gegen Karl Lwanga, den Aufseher der königlichen Pagen. Als er vom königlichen Erlass erfuhr, versammelte Karl seine Kameraden zu einem Nachtgebet, um sie auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Der König verkündete öffentlich, alle zu töten, die "beten". Karl Lwanga führte seine Brüder in den Glauben und stand als erster an der Schilfwand, gefolgt von 15 weiteren Jugendlichen. Sie bekannten sich zu Christus und wurden ins Gefängnis gebracht. Der Weg führte sie nach Namugongo, wo sie am 3. Juni 1886 auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Karl Lwanga und seine Gefährten erlitten mutig den Märtyrertod, fest im Glauben verwurzelt. Die Basilika in Namugongo, errichtet zu Ehren der Märtyrer, steht als ständige Erinnerung an ihre Standhaftigkeit. Ihr Vermächtnis lebt in der Millionen Pilger fort, die jährlich an ihrem Gedenktag dorthin strömen.