Lebensgeschichte
Heiliger Marcellinus, ein demütiger Priester Roms, ertrug das Zeugnis seines Glaubens in einer Zeit der Verfolgung unter Diokletian. Sein Lebensweg wurde mit dem seines Gefährten Petrus untrennbar verbunden, als beide in den Katakomben an der Via Labicana verehrt wurden.
Ihre Heiligkeit erlangte bereits im 4. Jahrhundert Anerkennung, als Papst Damasus I. ein Epigramm über ihrem gemeinsamen Grab verfasste. Das Martyrium von Marcellinus und Petrus wurde durch die Worte des Henkers dokumentiert, der sie enthauptete und bestattete.
Die Basilika "Santi Marcellino e Pietro ad Duas Lauros" wurde von Kaiser Konstantin über ihren Katakomben errichtet. Nach dem Zerfall der Basilika entstand die Kirche Santi Marcellino e Pietro ad Duas Lauros, die 1765 zur Pfarrkirche wurde.
Die Verehrung der Heiligen gewann besonders in der Zeit der Karolinger an Bedeutung. Einhard entwendete ihre Gebeine und brachte sie nach Seligenstadt, wodurch sie zu den Schutzpatronen des Karolingerreiches erklärt wurden.
Reliquien von Marcellinus fanden Verbreitung in ganz Europa, von Gent über Maastricht bis nach Spanien. Ihre Echtheit mag in manchen Fällen umstritten sein, doch die Wirkung ihrer Heiligkeit bleibt unbestritten.
Heiliger Marcellinus, ein treuer Priester und Märtyrer, inspiriert uns dazu, standhaft im Glauben zu bleiben, selbst in Zeiten der Verfolgung. Sein Leben und Martyrium erinnern daran, dass die Liebe zu Christus über den irdischen Schmerz und die Dunkelheit triumphiert.