Ignatius von Oña

Enneco

Lebensgeschichte

Heiliger Ignatius von Oña, im fruchtbaren Boden des spanischen Calatayud im 10. Jahrhundert geboren, entstammte einer wohlhabenden arabischen Familie. Doch schon in seiner Jugend spürte er die rufende Stille der Berge und entschied sich, sein Erbe aufzugeben, um sich als Einsiedler in die Wildnis zurückzuziehen. Als Benediktinermönch im Kloster San Juan de la Peña fand Ignatius tiefe spirituelle Erfüllung. Doch das Herz des Einsiedlers sehnte sich nach einer noch tieferen Einsamkeit. Mit der Erlaubnis seines Abtes kehrte er in die rauen Berge Aragóns zurück. König Sancho III. von Navarra erkannte Ignatius' heilige Berufung und ernannte ihn zum Abt des neu gegründeten Doppelklosters San Salvador in Oña. Unter seiner Leitung blühten die Klöster auf, und er wurde mit der Reform weiterer Klöster beauftragt, gemäß den Idealen von Cluny. Ignatius von Oña, in seinen Abteien tief verwurzelt, knüpfte enge Beziehungen zu Weltpriestern und suchte den Dialog mit Menschen anderer Glaubensrichtungen. Seine Heiligkeit war so offensichtlich, dass selbst Juden und Muslime seinen Tod betrauerten. Papst Alexander III. erkannte 1163 Ignatius' Heiligkeit an, und seine Gebeine wurden auf den Hochaltar des Klosters in Oña übertragen. Das Erbe des heiligen Einsiedlers lebt weiter in der Verehrung der Gläubigen, und sein Wirken erinnert uns daran, dass die Hingabe an Gott in der Stille der Berge genauso heilig sein kann wie im Trubel der Klöster.