Simeon von Trier

Lebensgeschichte

Heiliger Simeon von Trier, Sohn griechischer Eltern, wurde in der malerischen Stadt Syrakusai auf Sizilien geboren. Seine Reise des Glaubens begann in Konstantinopel, wo er als Diakon ausgebildet wurde. Nach einer Zeit als Einsiedler im Heiligen Land und einer monastischen Phase in Betlehem und dem Katharinenkloster auf dem Berg Sinai wurde er 1026 auf Anordnung seines Abtes nach Normandie geschickt. Während seiner Reise begegnete er bedeutenden Persönlichkeiten wie den Äbten Richard von Saint-Vanne und Eberwin vom Kloster St. Martin in Trier. Auf dem Weg nach Trier wurde er in Antiochia um Rat gefragt und erlebte auf dieser Reise viele Wunder. Nach einer Pilgerreise mit dem Trierer Erzbischof Poppo nach Jerusalem ließ sich Simeon in einer Zelle im Ostturm der Porta Nigra in Trier nieder. Sein bescheidenes Leben als Einsiedler und seine kontinuierlichen Kontakte zur Außenwelt machten ihn zu einer ehrwürdigen Figur in der Stadt. Viele Wunder ereigneten sich an seinem Grab an der Porta Nigra. Bereits kurz nach seinem Tod wurde seine Lebensgeschichte verfasst, um seine Kanonisation zu fördern. Im Jahr 1041 ließ Erzbischof Poppo an die Porta Nigra eine Simeon geweihte Kirche anbauen und das Simeonstift für Chorherren, das heute das Stadtmuseum beherbergt. Heiliger Simeon von Trier, ein Diakon, Mönch und Einsiedler, bleibt als leuchtendes Beispiel der Hingabe an Gott und der Wunder Gottes in der Stadt Trier in Erinnerung.