Hermann von Niederaltaich

Lebensgeschichte

Um das Jahr 1200 im herzlichen Bayern geboren, wurde der Heilige Hermann von Niederaltaich frühzeitig in den Mauern des Klosters erzogen. Die Gnade des Glaubens leitete ihn, und schon in seiner Jugend entschloss er sich, dem Benediktinerorden beizutreten. Im Jahre 1242, nach Jahren der geistlichen Vertiefung, wurde er zum Abt des Klosters ernannt. Hermanns Wirken war vielschichtig und von tiefer Hingabe geprägt. Seine Führung führte zu einer Intensivierung des geistlichen Lebens im Kloster. Als wirtschaftlicher Organisator gewann er die Unterstützung der Herzöge und trug maßgeblich zum Ausbau des Klosters bei. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz als Bauherr, der die erneuerte Kirche auf dem nahen Frauenberg bei Hengersberg initiierte. Als Geschichtsschreiber verewigte Hermann seine Zeit im Kloster durch die "Annales Hermanni" – Hermanns Jahrbücher. Sein Vermächtnis spiegelt sich nicht nur in den Steinen des Klosters, sondern auch in den Aufzeichnungen seiner Zeit wider. 1273, von Krankheit gezeichnet, entschied sich Hermann, demütig von seinem Amt zurückzutreten. Die Lasten des Alters trug er mit innerer Gelassenheit. Seine letzte Ruhestätte fand der Heilige Hermann von Niederaltaich in der Abteikirche, deren Bau er einst angestoßen hatte. Dort ruht er, umgeben von den Früchten seiner Arbeit, während seine Geschichte als Abt und Geschichtsschreiber weiterlebt und Generationen von Gläubigen inspiriert.