Justinus de Jacobis

Lebensgeschichte

Heiliger Justinus de Jacobis, geboren am 9. Oktober 1800 in dem idyllischen San Fele bei Neapel, Italien, entfaltete seine Lebensmission als Mönch im Lazaristen-Orden. Geweiht im Jahre 1824, wurde er 1839 von seinem Orden als Apostolischer Präfekt zur Mission nach Äthiopien gesandt, einem fernen Land voller kultureller Schätze und Herausforderungen. Im Einklang mit dem Geist der Einheimischen vertiefte sich Justinus in die Sprachen Tigre und Schoa. Er eignete sich nicht nur die kulturellen Gewohnheiten an, sondern schätzte auch die jahrhundertealte liturgische Tradition der koptischen Gemeinschaften. Seine Hingabe an die lokale Kultur legte den Grundstein für bedeutende Erfolge in der Mission für die römisch-katholische Kirche. Inmitten der Widerstände der Behörden und des koptischen Klerus setzte er sich unbeirrt für seinen Glauben ein. Als Apostolischer Vikar und später als Bischof, der 1849 geweiht wurde, schuf er Raum für den Glauben und gründete ein wanderndes Seminar für den Einheimischen geworbenen Klerus. Die Früchte seiner Mission waren sichtbar: Bis 1853 hatte die römisch-katholische Gemeinde in seinem Wirkungsbereich auf 5000 Gläubige zugenommen. Doch die Feindseligkeiten erreichten ihren Höhepunkt, als er mehrmals verhaftet wurde. Nachdem er im Gefängnis Frankreich um Vermittlung ersucht hatte, wurde er schließlich aus seiner geliebten Mission verbannt. Heiliger Justinus de Jacobis verstarb am 31. Juli 1860 im Exil in der Wüste. Sein Opfer und seine Hingabe an die Mission in Äthiopien hinterlassen ein Vermächtnis der Liebe zu Gott und den Menschen. Die Statue vor der Kirche in San Fele erinnert an den mutigen Mönch, der sein Leben für die Ausbreitung des christlichen Glaubens opferte.