Lebensgeschichte
In der malerischen Stadt Auxerre, um das Jahr 378, wurde der heilige Germanus in eine vornehme Familie geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er mit dem Studium der Rechtswissenschaften in seiner Heimat und später in Rom. Als Präfekt seiner Heimatstadt und Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen erwies er sich als fähiger Staatsmann. Doch die göttliche Gnade rührte sein Herz, als er die Klöster von Lérins besuchte.
Nach seiner Bekehrung zum Glauben entsagte Germanus dem weltlichen Leben, wurde Priester und 418 der Bischof von Auxerre, als würdiger Nachfolger von Bischof Amator. Gemeinsam mit seiner Frau Eustochia förderte er das Mönchtum in Gallien und gründete Kirchen und Klöster, darunter das in seiner Heimatstadt Auxerre.
Sein Dienst für die Armen und seine unermüdliche Missionstätigkeit prägten Germanus' Wirken. Im Jahr 429 reiste er mit Bischof Lupus von Troyes nach England, um den katholischen Glauben zu stärken. 432 weihte er den heiligen Patrick zum Bischof von Irland. In seinen Bemühungen um Steuererleichterungen für Auxerre und seine Verteidigung des katholischen Glaubens gegen den Pelagianismus in England zeigte sich sein unermüdlicher Einsatz für das Wohl der Kirche.
Germanus starb am 31. Juli 448 in Ravenna, während er sich bei Kaiserin Galla Placida und ihrem Sohn Valentinian III. für die Begnadigung von Aufständischen einsetzte. Sein Leichnam wurde nach Auxerre überführt und in der Mauritius geweihten Basilika bestattet. Bald darauf begann die Verehrung des heiligen Germanus, der als Bekenner, Bischof und Glaubensbote in die Geschichte einging. Sein Erbe lebt in den Herzen der Gläubigen fort, die seine Hingabe an den Glauben und seinen unermüdlichen Einsatz für das Wohl der Kirche bewundern.