Ingeborg von Frankreich

Lebensgeschichte

Heilige Ingeborg von Frankreich, geboren im Jahr 1175 in Dänemark als Ingeborg Valdemardatter, wurde zu einer Königin des Glaubens und der Standhaftigkeit. Im Jahr 1193 vermählte sie sich in der prachtvollen Kathedrale von Amiens mit dem französischen König Philipp II. August. Doch schon in der ersten Nacht ihrer Ehe zeigte der König eine unerklärliche Ablehnung und ein unkontrollierbares Zittern in ihrer Gegenwart. Nach drei kurzen Monaten verstieß der König sie und hielt sie in verschiedenen Gefängnissen fest. Lokale Prälaten erklärten die Ehe für ungültig, und der König heiratete Agnes von Meran. Der Papst griff ein und bannsprach den König, wodurch er gezwungen war, auch die zweite Frau zu verstoßen. Trotz Agnes' Tod im Jahr 1201 strebte der König weiterhin die Scheidung an und sperrte Ingeborg erneut ein. Erst 1213, durch die entschiedene Intervention der Kirche, wurde Ingeborg befreit und in ihre Rechte eingesetzt. Obwohl sie und der König weiterhin getrennt lebten, blieb Ingeborg eine Frau des Gebets und der Demut. Ihr Leben endete am 29. Juni 1236 in Corbeil, heute Corbeil-Essonnes in Frankreich. Heilige Ingeborg von Frankreich, Königin im Leiden und der Demut, lehrt uns, selbst in den dunkelsten Stunden am Glauben festzuhalten. Ihre Geschichte inspiriert dazu, sich für die Wahrheit und das Recht auch gegen widrige Umstände einzusetzen.