Lebensgeschichte
Heilige Alphonsa von der unbefleckten Empfängnis, geboren als Anna Muttathupadathu, entfaltete ihre erstaunliche spirituelle Reise in den malerischen Höhen von Arpukara in Kerala, Indien. Ihr Leben begann inmitten eines außergewöhnlichen Ereignisses, als ihre Mutter von einer Schlange erschreckt wurde und Anna als Frühgeburt das Licht der Welt erblickte.
Nach dem tragischen Verlust ihrer Mutter wurde Anna von ihrer gläubigen Großmutter und später von ihrer Tante liebevoll aufgezogen. Ein schwieriger Weg lag vor ihr, als ihre Tante versuchte, sie zu verheiraten. Entschlossen, sich der Ehelosigkeit zu widmen, wagte sie einen beispiellosen Schritt und legte einen Fuß in glühende Kohlen.
Der Ruf zur Heiligkeit führte Anna in ein von Franziskanerinnen geführtes Internat, wo sie ihre Entscheidung, dem Herrn zu dienen, weiter festigte. Unter dem Ordensnamen Alphonsa von der unbefleckten Empfängnis trat sie 1928 in den Orden ein und überwand trotz körperlicher Leiden wie Blutungen und eiternden Geschwüren ihre Noviziatsherausforderungen.
Ein Wendepunkt in ihrem Leben ereignete sich während einer Novene zu Kyriakus Elias Chavara, als sie auf wundersame Weise geheilt wurde. 1936 legte sie ihre Gelübde ab und trat in das Kloster von Bharananganam ein. Dort durchlitt sie schwere Krankheiten wie Typhus, Lungenentzündung und einen Nervenzusammenbruch, der ihre Demut und Geduld auf die Probe stellte.
Ihr letztes Lebensjahr wurde von einem Tumor, Magenproblemen und Leberschäden geprägt. Übelkeit und Erbrechen begleiteten sie, doch Alphonsa trug ihre Leiden mit bewundernswerter Standhaftigkeit. Am 28. Juli 1946 kehrte sie heim zu ihrem himmlischen Vater.