Titus Brandsma

Anno Sjoerd

Lebensgeschichte

Heiliger Titus Brandsma, geboren in der idyllischen Stadt Bolsward in den Niederlanden, fand schon in jungen Jahren seine Berufung zum karmelitischen Orden. Sein Weg führte ihn durch Jahre der tieferen spirituellen Erfahrung, bis er 1923 als Professor für Philosophie und Geschichte der Mystik an der katholischen Universität in Nimwegen/Nijmegen tätig wurde. Sein Dienst galt nicht nur der akademischen Welt, sondern vor allem der Förderung der katholischen Presse und der Öffnung zu ökumenischer Zusammenarbeit. Als die Schatten des Nationalsozialismus über Europa fielen, stand er unerschütterlich im Widerstand gegen die dunklen Kräfte. Als Verbindungsmann der katholischen Bischöfe zur Presse kämpfte er gegen die Judenverfolgung und den aufkeimenden Holocaust. Im Januar 1942 fiel das dunkle Gewand der Gestapo über ihn, und er wurde im Kloster in Nijmegen verhaftet. Trotz schwerer Krankheit wurde er im Juni desselben Jahres ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Nur wenige Wochen später, am 26. Juli 1942, wurde er von einem Lagerarzt mit einer Giftspritze ermordet. Titus Brandsma, der Mönch, Priester und Märtyrer, hinterließ ein Erbe des Widerstands gegen Unrecht und der bedingungslosen Liebe zu Christus. Seine Worte aus der Gefängnishaft zeugen von einer tiefen Verbindung zu Gott und einer festen Überzeugung, dass das Leid für den Glauben ein Geschenk ist. Sein Weg zur Heiligkeit wurde schließlich am 15. Mai 2022 durch Papst Franziskus anerkannt, und die Kirche feiert ihn als leuchtendes Beispiel der Treue und Liebe zu Christus.

Zitate

„Im Schatten bin ich gegangen, obwohl ich vorwärts strebte. Die Lehren waren mir dienlich; sie führten zu meinem Besten.“
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„Gott hat für mich alles getan, was in seiner Macht stand; nun liegt es an mir, mein Möglichstes, ja alles für ihn zu geben.“
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„Mystik ist die vollkommene Begegnung des Menschen mit Gott und Gottes mit dem Menschen. Sie ist keine völlig neue Erfahrung, sondern eine Intensivierung der Gegenwart Gottes in jedem von uns. ... Gott, unser geliebtes Objekt, kann unsere geistigen Kräfte völlig beanspruchen und uns dazu drängen, uns ihm zuzuwenden.“
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„Allen unseren Taten muss das Siegel der Liebe, der leidenschaftlichen Liebe zu Christus, aufgedrückt sein.“
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„Unsere Liebe soll als vorbildlich gelten. Wir sollten von niemandem in Liebe übertroffen werden. Unsere Anwesenheit an einem Ort soll für andere eine Freude, ein Fest und ein Trost sein.“
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„Wir sind nicht dazu berufen, im öffentlichen Leben auffällige und spektakuläre Dinge zu tun. Das wäre gegen die Einfachheit, die wir praktizieren wollen. Aber es ist unsere Pflicht, die gewöhnlichen Dinge auf außergewöhnliche Weise zu tun. Das bedeutet: mit einer reinen Absicht und dem Einsatz unserer gesamten Persönlichkeit.“
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„Wir tragen den Schatz des Glaubens. Dieses göttliche Wort übertrifft alle Erscheinungen und Visionen.“
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