Birgitta von Schweden

Lebensgeschichte

Birgitta von Schweden, die Tochter des reichen Lagmann Birger Persson, wurde um 1303 in Finsta bei Uppsala geboren. Schon als Kind erlebte sie göttliche Visionen und wurde von der Heiligen Maria vor einem Schiffbruch gerettet. Mit elf Jahren verlor sie ihre Mutter, die kurz vor ihrer Geburt von Maria als "seliges" Kind prophezeit wurde. Im Alter von zehn Jahren hatte Birgitta ihre ersten Visionen von Christus am Kreuz und dämonischen Ungeheuern, die sie mit einem Kruzifix bändigte. Mit 14 heiratete sie Ulf Gudmarsson und hatte acht Kinder. Nach dem Tod ihres Mannes und einer Wallfahrt nach Santiago de Compostela fand sie Zuflucht in der Nähe des Zisterzienserklosters von Alvastra. Birgitta, die tiefe Visionen von Christus und der Jungfrau Maria empfing, wurde durch ihre Erfahrungen dazu inspiriert, einen eigenen Orden zu gründen. König Magnus stellte ihr 1346 das Gut Vadstena zur Verfügung, wo sie den "Orden des Allerheiligsten Erlösers" gründete. Dieser Orden, später als Birgittenorden bekannt, folgte den Augustinerregeln und umfasste sowohl Schwestern als auch Priester. Birgitta reiste 1349 mit einem kleinen Gefolge nach Rom, um die Anerkennung ihres Ordens zu erreichen. Obwohl sie die endgültige Zustimmung nicht erlebte, wurde der Orden nach ihrem Tod anerkannt. Während ihres Lebens setzte sich Birgitta für Gerechtigkeit, die Einheit der Kirche und die Besserung der Gesellschaft ein. Nach einer Pilgerreise ins Heilige Land kehrte sie 1373 nach Rom zurück, wo sie im Haus an der Piazza Farnese Obdachlosen half und Arme unterstützte. Birgitta starb kurz nach ihrer Rückkehr und wurde vorübergehend in der Kirche San Lorenzo in Panisperna bestattet, bevor ihre Tochter Katharina ihre Gebeine nach Vadstena überführte. Heilige Birgitta von Schweden, Ordensgründerin und Mystikerin, beeindruckte durch ihre tiefe Frömmigkeit, ihre Visionen und ihre Bemühungen um die Reform der Kirche. Ihr Vermächtnis lebt in ihrem Orden und in den zahlreichen Pilgerstätten fort, die ihre Geschichte und ihre Hingabe an Gott bewahren.

Zitate

„In das Herz tritt Gott ein, wenn die Seele nicht nur in seiner Liebe meditiert, sondern auch Tag und Nacht in seiner Liebe wirkt.“
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„Herr, in deiner Allmacht allein liegt Furcht. In deiner Liebe allein liegt Wahl.“
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„Es gibt nichts Schöneres, als sich am Glück des Nächsten zu erfreuen und ihm das zu wünschen, was man sich selbst wünscht.“
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„Wahrhaft weise ist, wer nur ein Wort kennt: Liebe.“
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„Gepriesen sei, Herr Gott, der du ohne Ende bist und warst. Wir gehören dir und preisen und ehren dich. Denn du hast uns erschaffen, damit wir uns in dir freuen, und hast uns dein unergründliches Licht geschenkt: deine Liebe. Lass sie walten über dem Werk deiner Hände: dem Menschen.“
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„Die Sonne verschwindet nicht, nur weil die Blinden sie nicht sehen.“
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„Was ist Gott anderes als Leben und Schönheit, strahlendes Licht, unvergängliche Güte, gerechte Gerechtigkeit und heilendes Erbarmen?“
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