Lebensgeschichte
Heiliger Arbogast von Straßburg, dessen Geburt um das Jahr 550 in Irland oder Aquitanien vermutet wird, entfaltete sein Leben als Glaubensbote und später als Bischof im Elsass. Sein Auftrag, vom Merowingerkönig Theudebald gesandt, führte ihn in die grünen Wälder des Elsass.
Die Legende erzählt, dass Arbogast sich im Wald von Hagenau niederließ und dort, inmitten der Natur, ein Leben der Abgeschiedenheit und des Gebets führte. Ein außergewöhnliches Ereignis prägte seine Mission: die Wiedererweckung des von einem Eber getöteten Sohnes von König Dagobert II., Sigebert IV. Diese Tat führte dazu, dass Arbogast von Dagobert II. persönlich zum Bischof von Straßburg ernannt wurde.
Arbogast wurde nicht nur als Bischof, sondern auch als Wundertäter und Friedensstifter verehrt. Unter seiner Führung erlebte das Christentum eine Wiederblüte in Straßburg, und er erweiterte die steinerne Kirche, die König Chlodwig I. im Jahr 510 erbaut hatte.
Die Legenden um Arbogast beschreiben ihn als Mann der Wunder. Er soll trockenen Fußes über einen Fluss geschritten, Kranke geheilt und Dämonen vertrieben haben. Die Menschen bewunderten seine Demut, und er wurde hoch verehrt, sogar von König Dagobert II.
Arbogast gründete das Kloster Surbourg, das älteste im Elsass, und das nach ihm benannte Stift in Straßburg. Diese Einrichtungen trugen maßgeblich zur Verbreitung des christlichen Glaubens bei.
Sein Tod im Jahr 618, entweder unter einem Galgen begraben oder nach einer anderen Überlieferung in der alten römischen Nekropole vor Straßburg bestattet, markierte das Ende eines Lebens, das dem Glauben, der Mission und der Nächstenliebe gewidmet war.
Die Verehrung für Heiligen Arbogast erstreckt sich weit über Straßburg hinaus bis in die deutschsprachige Schweiz, Oberschwaben und Vorarlberg. Sein Vermächtnis lebt in den Herzen der Gläubigen fort, die in seinen Fußstapfen der Demut, des Glaubens und der Nächstenliebe folgen.