Bernhard von Hildesheim

Lebensgeschichte

Heiliger Bernhard von Hildesheim, geboren auf dem idyllischen Gut Walshausen bei Hildesheim um das Jahr 1090, entspross aus edelfreiem Geschlecht. Schon in jungen Jahren zog es ihn zur Kirche, und so wurde er Domscholastiker in seiner Heimatstadt Hildesheim. Im Jahre 1119 erreichte er die Position des Dompropstes, und sein Weg führte ihn 1130 schließlich zum Bischof von Hildesheim. Seine Lebensreise führte ihn zu bedeutenden Treffen der damaligen Zeit, darunter das historische Zusammenkommen von König Lothar III. und Papst Innozenz II. in Lüttich. Durch sein diplomatisches Geschick erreichte er auf dem Konzil in Reims 1131 die Heiligsprechung seines Vorgängers Godehard. Im Jahr 1133 hinterließ Bernhard ein bleibendes Zeugnis seiner Hingabe an Gott, indem er das Benediktinerkloster St. Godehard gründete, das zur spirituellen Hochburg wurde. Trotz seiner Erblindung in den letzten Lebensjahren führte er weiterhin die Klosterreform an und trieb die Kanonisation seines Vorgängers Bernward voran. Im Widerstreit zwischen Welfen und Staufern seit 1138 bewahrte er sein Bistum vor den Unbilden dieser Zeit. Doch das Leiden seiner Blindheit und die schwindende Kraft zwangen ihn dazu, Anfang 1153 von seinem Amt als Bischof zurückzutreten. Wenige Monate später, im selben Jahr, hauchte er sein Leben aus und fand seine letzte Ruhestätte in der Godehardikirche in Hildesheim. Heiliger Bernhard von Hildesheim, Bischof und Reformer, inspiriert durch seine standhafte Hingabe an Gott und die Kirche, erweckt Bewunderung und ermahnt uns dazu, selbst in schwierigen Zeiten dem Glauben treu zu bleiben.