Apollinaris von Ravenna

Lebensgeschichte

Heiliger Apollinaris von Ravenna, ein strahlender Zeuge des christlichen Glaubens, erblickte um das Jahr 75 in Antiochia das Licht der Welt. Als junger Mann wurde er von Petrus aus Antiochia nach Rom entsandt und von dort weiter nach Ravenna geschickt, um als Glaubensbote zu wirken. In dieser Stadt am Adriatischen Meer wurde er zwanzig Jahre lang zum Bischof berufen. Apollinaris führte die Menschen Ravennas beharrlich zum christlichen Glauben. Doch der Weg des Glaubens war nicht frei von Gefahren. Heiden überfielen ihn, quälten ihn und fügten ihm schließlich qualvolle Leiden zu. Trotz dieser Prüfungen blieb er standhaft in seinem Glauben. Nach einer Überlieferung überlebte Apollinaris in Ravenna grausame Peinigungen und Verfolgung. Mehrmals wurde er für tot gehalten und fortgetragen, doch er entkam nach Dalmatien, verkündigte auch dort das Evangelium und wendete eine Hungersnot ab. Nach drei Jahren kehrte er nach Ravenna zurück, nur um schließlich mit einer Keule erschlagen zu werden. Sein Martyrium fand an dem Ort statt, an dem später die Basilika Sant'Apollinare in Classe errichtet wurde. Diese beeindruckende Kirche, über einem römischen Friedhof des 2./3. Jahrhunderts, wurde zum Zeugnis seiner Hingabe und Treue zu Christus. Die Reliquien des Heiligen Apollinaris wurden später nach Ravenna überführt und in der Kirche Sant'Apollinare Nuovo verehrt. Seine Verehrung breitete sich aus, erreichte Rom, Mailand, Dijon und breitete sich bis in das Elsass, die Schweiz und die Niederlande aus. Die Legende um Apollinaris inspirierte zahlreiche Gläubige, darunter Kaiser Otto III., der den Kult in das Kloster nach Burtscheid brachte. Die Abtei Siegburg erhielt Reliquien und verbreitete den Kult im Rheinland, vor allem auf dem Apollinarisberg bei Remagen, einem berühmten Wallfahrtsort. Die Geschichte des Heiligen Apollinaris ist ein strahlendes Beispiel für Standhaftigkeit im Glauben und die Kraft des Evangeliums, die selbst in den dunkelsten Zeiten leuchtet. Sein Erbe lebt in den Kirchen, Wallfahrtsorten und Herzen der Gläubigen weiter, die seine Tapferkeit und Liebe zu Christus bewundern.