Lebensgeschichte
Heiliger Arnold von Arnoldsweiler wurde im malerischen Griechenland oder möglicherweise in Graz, Österreich, im Jahr 720 geboren. Als junger Mann fand er seinen Weg zum Hof von Karl dem Großen, wo er nicht nur als begnadeter Sänger und Harfenspieler, sondern vor allem als Wohltäter für die Armen bekannt wurde.
Während eines königlichen Jagdausflugs nach Ginnizweiler, dem heutigen Arnoldsweiler, erkannte Arnold die Not der Dorfbewohner und bat den Kaiser um ein großzügiges Geschenk: so viel Wald, wie er während des königlichen Mahls umreiten konnte. Karl der Große gewährte diese Bitte, und Arnold ritt den "Bürgewald" nordöstlich von Düren ab, um ihn den armen Gemeinden zur Nutzung zu überlassen.
Durch diese großherzige Tat wurde Arnold zum Grafen von Agde und Montpellier ernannt. Im Jahr 781 ernannte Kaiser Karl seinen Sohn Ludwig zum Unterkönig von Aquitanien und setzte Arnold als dessen Erzieher und Regenten ein. Arnold pflegte gute Beziehungen zu Benedikt von Aniane und zeigte eine tiefe Religiosität und Engagement für die Armen.
Nach seiner Regentschaft schenkte Arnold sein gesamtes Vermögen in Aquitanien der Abtei Aniane und plante eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela. Aufgrund einer Hungersnot kam er jedoch nur bis Bordeaux, kehrte um und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Ginnizweiler.
Arnold von Arnoldsweiler, dessen Schenkungen an das Kloster in Aniane durch Kaiser Ludwig den Frommen bestätigt wurden, verstarb am 18. Juli 793. Seine Gebeine ruhen in einem Hochgrab in der Arnoldskapelle in Arnoldsweiler, und seine großzügige Hingabe lebt in der Tradition und dem Gedenken an seinen Namen fort. In Arnoldsweiler wird jedes Jahr eine "Arnolduswoche" gefeiert, die mit einem feierlichen Hochamt und einer Prozession am Sonntag endet, um die Erinnerung an diesen wohltätigen Heiligen lebendig zu halten.