Lebensgeschichte
Heiliger Arnulf von Metz, in den beschaulichen Gefilden von Lay-St-Christophe bei Nancy im Jahr 582 geboren, entsprang einem vornehmen fränkischen Adelsgeschlecht. Schon in jungen Jahren fand er am Königshof von Theudebert II. von Austrasien seinen Platz, wo er als Ratgeber und Hausmeier einen hohen Verwaltungsposten innehatte.
Arnulf, der Sohn der tugendhaften Oda von Amy, erwies sich nicht nur als kluger Verwalter, sondern auch als politischer Gestalter. Nach dem Mord an Theudebert II. im Jahr 613 leitete er die Opposition des Adels und ebnete den Weg für Chlothar II. zur Herrschaft über Austrasien und Burgund.
Die Wendepunkte seines Lebens offenbarten sich, als seine Frau Doda von Trier ins Kloster eintrat. Infolgedessen, um 614, wurde Arnulf zusätzlich zu seinem politischen Amt zum Bischof von Metz gewählt. Die Legende erzählt von einem demütigen Akt der Buße, als er vor der Besteigung des bischöflichen Thrones seinen Ring in die Mosel warf und durch ein göttliches Wunder ihn als Zeichen der Vergebung seiner Sünden zurück erhielt.
Arnulf, der politische Lenker und geistliche Führer, wurde zu einem Vormund des jungen Dagobert I., nachdem dieser zum Unterkönig in Neustrien ernannt wurde. Doch im Jahr 629, als Dagobert Frankenkönig wurde, legte Arnulf sein Bischofsamt nieder und zog sich in die Einsamkeit nahe des Klosters bei Remiremont zurück.
In seiner Einsiedelei kümmerte er sich um Kranke und Aussätzige, geleitet von einer tiefen Religiosität. Sein spirituelles Erbe setzte sich fort, als sein Leichnam in die Kirche St-Arnould in Metz überführt wurde. Arnulf wurde zum Vorbild eines Bischofs, der sowohl politisch als auch spirituell wirkte. Seine Nachkommen, darunter Ansegisel und Begga, wurden die Ahnen der mächtigen Karolingerdynastie, und Arnulf selbst wurde von Karl dem Großen verehrt.
Sein Andenken lebt nicht nur in den Mauern der ehemaligen Klöster weiter, sondern auch in der breiteren Verehrung seit dem 8. Jahrhundert. Der Heilige Arnulf von Metz, ein Mann der Tat und der tiefen Religiosität, bleibt ein leuchtendes Beispiel für die Verbindung von politischem Handeln und geistlicher Hingabe.