Rufina von Sevilla

Lebensgeschichte

Heilige Rufina, geboren im malerischen Sevilla im Jahr 270, wuchs in einem Haushalt auf, in dem die Liebe zum Christentum im Verborgenen lebte. Als Töchter eines heimlichen Christen, einem Töpfer, verbanden sie ihre tiefen Überzeugungen mit dem fürsorglichen Handeln für die Armen. Ihre Berufung führte die Schwestern Rufina und Justa dazu, die Götzenbilder der heidnischen Göttin Salambo zu zerstören, als sie um einen Beitrag für eine heidnische Prozession gebeten wurden. Diese kühne Tat brachte ihnen Festnahme und grausame Folter durch den Statthalter Diogenian ein. Gefangen, ohne Nahrung, und mit eisernen Haken gefoltert, blieben sie standhaft in ihrem Glauben. Die Überlieferung erzählt von ihrer Gefangenschaft in einem Keller des ehemaligen Seminars der Salesianer de la Trinidad. Als Justa im Gefängnis starb, wurde Rufina im Amphitheater von Löwen verschont, ihr Nacken wurde jedoch gebrochen, und sie wurde dem Feuer übergeben. Der Bischof von Sevilla, Sabinus, sammelte die Überreste der mutigen Märtyrerin, um sie würdevoll zu bestatten. Die Heilige Rufina wurde, ebenso wie ihre Schwester, zum Symbol des Mutes im Glauben und des Widerstands gegen Unterdrückung. Die Verehrung von Rufina und Justa verbreitete sich trotz des Konzils von Elvira, das die Zerstörung heidnischer Idole nicht mehr als Martyrium ansah. Ihr Gedenktag wurde mit einem festlichen Ritus im mozarabischen Stil gefeiert, und ihr Patronat erstreckte sich bis nach Orihuela, wo sie als Sterne über der eroberten Stadt erschienen. Die Geschichte der Heiligen Rufina lehrt uns die Kraft des Glaubens, auch in den dunkelsten Stunden standhaft zu bleiben, und erinnert daran, dass selbst im Angesicht von Leiden und Tod die Liebe zu Christus uns unerschütterlich machen kann.