Nabor

Lebensgeschichte

Heiliger Nabor, ein tapferer Märtyrer im Dienste des Glaubens, wurde in Nordafrika geboren und fand seinen Weg in die Reihen des Heeres von Kaiser Maximianus, genannt Herculius. Im Jahr 304, während der grausamen Christenverfolgung, wurde er zusammen mit seinem treuen Kollegen Felix in Laus Pompeia, dem heutigen Lodi Vecchio bei Mailand, enthauptet. Die Überlieferung erzählt von der vornehmen Witwe Sabina von Mailand, die sich der Aufgabe widmete, die Leiber der Märtyrer würdevoll zu bestatten. Felix und Nabor fanden ihre letzte Ruhe durch ihre Hände. Die Gebeine wurden später nach Mailand überführt und erweckten eine lebhafte Verehrung in der Stadt. Ambrosius von Mailand selbst entdeckte angeblich die Reliquien von Gervasius und Protasius in ihrer Kirche. Die Leidensgeschichte von Felix und Nabor wurde im 5. Jahrhundert verfasst und ihre Reliquien wurden im 8. Jahrhundert nach St-Avold in Lothringen gebracht. Im 12. Jahrhundert gelangten weitere Reliquien nach Köln, wo sie im Dom aufbewahrt wurden. Im Jahr 1959 wurden sogar ihre Häupter in Namur, Belgien, entdeckt und nach Mailand zurückgebracht. Die Geschichte von Heiligem Nabor inspiriert dazu, den unbeirrbaren Glauben und die Hingabe an Christus inmitten von Verfolgung und Leiden zu würdigen. Sein Vermächtnis lebt in der heutigen Verehrung und im Schrein von Sant'Ambrogio in Mailand fort, wo die Gläubigen die heroische Opferbereitschaft der beiden Märtyrer ehren.