Lebensgeschichte
Heiliger Hildulf von Trier, ein leuchtendes Beispiel göttlicher Hingabe, wurde um 612 in Noricum oder in der Gegend um Cambrai in Frankreich geboren. Die Legenden erzählen von seiner Ausbildung in Regensburg, seiner Weihe zum Priester und seinem Eintritt ins Kloster St. Maximin in Trier.
Während einige Erzählungen ihn als Bischof von Trier um 666 darstellen, wird angenommen, dass er eher Chorbischof war und sich schließlich 671 als Einsiedler am Ort des späteren Klosters Mittelmünster niederließ. Dort wuchs das Kloster unter seiner Führung, und er wurde schließlich der erste Abt. Die Legende berichtet von seiner Freundschaft mit Deodatus von St. Dié und seiner Übernahme der Leitung des Klosters Juncturae in St-Dié nach Deodatus' Tod um 680.
Heiliger Hildulf war nicht nur ein weiser Geistlicher, sondern auch ein Mann der Nächstenliebe. In Mittelmünster, heute Moyenmoutier im Elsass, baute er das Oratorium St. Georg, wo er schließlich bestattet wurde. Seine Gebeine wurden später in die Kirche des Klosters Mittelmünster überführt, wo sie bis heute verehrt werden.
Das Kloster Mittelmünster, das unter seiner Leitung wuchs, wurde während der Französischen Revolution aufgehoben, aber die Erinnerung an den heiligen Hildulf lebt weiter. Sein Leben lehrt uns von der Bedeutung der Hingabe, der Freundschaft und des Dienstes an Gott und den Menschen. In den Gemälden und Statuen, die ihn beim Taufen der Gläubigen zeigen, wird seine Liebe zur Verkündigung des Glaubens und zur Liebe zu seinen Mitmenschen lebendig.