Amalberga von Tamise

Lebensgeschichte

Heilige Amalberga von Tamise, eine adlige Nonne und Mystikerin aus Flandern, Belgien, wurde nach Überlieferungen von ihrer Tante Landrada, der Äbtissin von Munsterbilzen, in den Wegen des Glaubens unterwiesen. Ihre Lebensgeschichte entfaltet sich auf ihrem Landgut in Tamise, dem heutigen Temse, wo sie ein Kloster gründete und selbst als Nonne eintrat. Ihr Leben war von Visionen geprägt, und eine herausragende Episode erzählt von ihrem entschiedenen Widerstand gegen die Brautwerbung des fränkischen Hausmeiers Karl Martell oder, nach anderen Überlieferungen, des zukünftigen Kaisers Karl des Großen. Die Legende berichtet, dass sie den Arm ihres Bewunderers brach, als er versuchte, sie gewaltsam vom Altar zu entfernen. Amalberga wird eine Vielzahl von Wundern zugeschrieben, darunter die Heilung eines groben Herrschers und das Entstehen eines Brunnens durch ihre Fürbitte. Ihr Tod wird von einem mysteriösen Bootsfahren ohne Ruder und von begleitenden Fischen umrahmt. Nach ihrem Tod im Jahr 772 wurden ihre Gebeine etwa 864 in die Kirche des Peters-Klosters auf dem Blandinberg in Gent überführt. Der Kult um Amalberga verbreitete sich im 9. Jahrhundert weit, und sie wurde bald als Heilige verehrt. Heilige Amalberga, Nonne und Mystikerin, inspiriert durch ihre Entschlossenheit im Glauben und die vielen Wunder, die mit ihrem Leben verbunden sind. Ihre Geschichte erzählt von einer Frau, die standhaft für ihren Glauben eintrat und dessen Strahlkraft weit über ihren Tod hinausreichte.