Lebensgeschichte
In dem malerischen Städtchen Guebwiller im Elsass, Frankreich, wurde am 22. März 1866 ein bescheidener und gläubiger Junge namens Andreas Bauer geboren. Schon in seiner Jugend zeigte er eine außergewöhnliche Hingabe zum Glauben, und sein Herz wurde von dem Wunsch erfüllt, die Frohe Botschaft zu den Menschen zu bringen.
Andreas trat dem Franziskanerorden bei und wurde als Laienbruder auserwählt. Sein Weg führte ihn nach China, genauer gesagt in den Norden von Schansi. Dort, in der fernen Provinz Shanxi, wirkte er als Missionar und setzte sein Leben dafür ein, das Licht des Evangeliums zu verbreiten.
In den Wirren des Boxer-Aufstands wurde Andreas zusammen mit zahlreichen Christen inhaftiert. Seine Standhaftigkeit im Glauben und seine Bereitschaft, für Christus zu leiden, beeindruckten diejenigen, die sein Martyrium miterlebten.
Am 9. Juli 1900 fand sein irdisches Leben in Taeyuen-fu, China, ein tragisches Ende. Andreas Bauer wurde zusammen mit seinen Glaubensgeschwistern ermordet, doch ihr Zeugnis des Glaubens und der Liebe überdauerte die dunklen Stunden des Leidens.
Die Pfarrkirche in Guebwiller erinnert bis heute an den bescheidenen Laienbruder, der sich entschlossen dem Ruf Gottes folgte, um in der Ferne das Evangelium zu verkünden. Heiliger Andreas Bauer, ein Missionar und Märtyrer, bleibt ein lebendiges Beispiel für die Bereitschaft, das Evangelium in die entferntesten Winkel der Welt zu tragen, selbst unter Einsatz des eigenen Lebens.