Lebensgeschichte
Heiliger Agilolf, auserwählt inmitten der politischen Wirren des 8. Jahrhunderts, wurde nach dem unerwarteten Tod seines Vorgängers Reginfrid im Jahr 745 auf Betreiben des hohen fränkischen Adels zum Bischof von Köln ernannt. In den Fußstapfen des ehrwürdigen Bonifatius wirkte Agilolf im Geist der kirchlichen Reform und nahm 747 an der Reichssynode teil.
Sein kurzes, aber segensreiches Wirken als Bischof zeichnete sich durch Eifer für die Kirche und die Lehren des Glaubens aus. Doch schon im Jahr 752 ereilte ihn das Schicksal des Todes. Der 9. Juli, der Tag der Übertragung der Gebeine des Märtyrers Agilolf von Malmedy, wurde zu einem besonderen Gedenktag.
Die Gebeine des heiligen Agilolf wurden mit denen des Kölner Bischofs gleichgesetzt und auf Anweisung von Erzbischof Anno feierlich in die Mariengradenkirche zu Köln überführt. Dort ruhen sie als Zeugnis seines Hirtendienstes und seiner Liebe zur Kirche.
Der Heilige Agilolf wird oft in bischöflicher Gewandung dargestellt, manchmal irrtümlich mit der Märtyrerpalme. Seine Geschichte erinnert uns daran, dass auch kurze Epochen im Dienst Gottes tiefe Spuren hinterlassen können und dass der Glaube durch die Zeiten hindurch lebendig bleibt.