Veronika Giuliani

Lebensgeschichte

Heilige Veronika Giuliani, geboren als Ursula im malerischen Mercatello sul Metauro, erlebte bereits als Kind eine außergewöhnliche Begegnung mit dem Göttlichen. Der Segen ihrer sterbenden Mutter, die sie der Seitenwunde Jesu anempfahl, prägte ihr spirituelles Erbe. Mit 16 Jahren folgte sie dem Ruf des Klosters in Città di Castello und nahm den Ordensnamen Veronika an. Im Alter von 34 Jahren eröffnete sich ihr eine erste Vision, in der sie einen Kelch sah, der zu ihrem mystischen Weg wurde. 1688 wurde sie Novizenmeisterin ihres Klosters, doch ihre Berufung wurde durch die Stigmatisierung am Karfreitag 1697 noch tiefer verankert. Trotz großer Schmerzen hielt sie die Wundmale Jesu zunächst geheim, bis ihre spirituelle Erfahrung entdeckt wurde. Die Inquisitionsbehörde stellte Veronika auf harte Proben, doch mit Demut trug sie die Peinigungen und Verhöhnungen ihrer Mitschwestern. Schließlich wurden ihre Wunden als echt anerkannt. Von fast Analphabetin entwickelte sie sich zu einer Schriftstellerin und verfasste bis zu ihrem Tod 1727 über 22.000 handschriftliche Seiten. Trotz ihrer Demütigungen wurde sie mehrfach zur Äbtissin ihres Klosters gewählt, ein Zeugnis für ihre geistige Führung. Veronikas unverweste Gebeine ruhen heute unter dem Hochaltar ihrer geweihten Klosterkirche in Città di Castello. Ihr Leben und ihre mystische Teilhabe am Leiden Christi machen sie zu einer einzigartigen spirituellen Wegbegleiterin.

Zitate

„O ihr, die ihr gefallen seid, o ihr, die ihr gefallen habt ... kommt alle zum liebenden Herzen Jesu, kommt, um euch durch sein kostbares Blut reinigen zu lassen ... Er erwartet euch, um euch in seine offenen Arme zu schließen.“
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„Wir können nicht die Welt durch Predigt durchqueren, um Menschen zu bekehren, aber wir sind verpflichtet, stets für alle zu beten, die gegen Gottes Willen sündigen ..., besonders durch unser Leiden, also nach dem Prinzip eines gelebten Kreuzes.“
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„Wenn wir in allem, was Gott bestimmt, und in allem, was der Tag uns bringt, ruhig bleiben und uns ganz dem Willen Gottes fügen, dann werden wir schon hier auf Erden ein Stückchen Himmel haben“
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„Der wahre Lehrer ist der gekreuzigte Jesus, und das genügt; wenn wir uns darauf konzentrieren, sein Leben ständig zu betrachten, werden wir sicherlich eine neue Lebensweise annehmen.“
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„Alle Heiligen sind dort oben durch die Verdienste und das Leiden Jesu; jedoch haben sie an allem, was unser Herr getan hat, mitgewirkt, so dass ihr Leben vollständig durch eben diese Werke geordnet und gelenkt wurde.“
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