Lebensgeschichte
Heiliger Willibald von Eichstätt, geboren im sonnigen Wessex, England, im Jahr 700, begann seine außergewöhnliche Reise schon im Kindesalter. Gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder Wunibald brach er im Jahr 720 zu einer Wallfahrt auf, die ihn durch Rom, Jerusalem und Konstantinopel führte. Seine Pilgerreisen vertieften seinen Glauben, und er kehrte nach Italien zurück, wo er am Montecassino an der Erneuerung eines verfallenen Klosters mitwirkte.
Auf Bitte von Bonifatius entsandte ihn Papst Gregor III. 739 nach Deutschland. Dort traf er Herzog Odilo von Bayern und erhielt Besitzungen in Eichstätt. Nach seiner Priesterweihe durch Bonifatius wurde Willibald nach Sülzenbrücken gesandt, wo er eine Kirche errichtete und sieben weitere Kirchen verwaltete. Im Jahr 741 erfolgte seine Bischofsweihe.
Willibald wurde zum ersten Bischof von Eichstätt, wo er für die Stabilisierung des Christentums in der Region sorgte. Er baute den ersten Dom in Eichstätt und unterstützte die Gründung des Klosters Heidenheim, wo er seinen Bruder als Abt und später seine Schwester Walburga als Äbtissin einsetzte. In Bayern wurde er wegen seines Engagements für den Glauben als "Bischof der Edlen" verehrt.
Der Heilige Willibald verstarb am 7. Juli 787 in Eichstätt. Seine Gebeine wurden mehrmals erhoben und ruhen heute im Dom in Eichstätt. Seine Pilgerreisen, sein Einsatz für den Glauben und seine Rolle als erster Bischof von Eichstätt machen ihn zu einem leuchtenden Vorbild der Kirche.