Antonio Maria Zaccaria

Lebensgeschichte

Heiliger Antonio Maria Zaccaria, geboren im Jahr 1502 in der malerischen Stadt Cremona, entstammte einer vornehmen Familie. Sein Lebensweg begann zunächst in der Medizin, wo er in Padua studierte und als Arzt praktizierte. Doch schon bald spürte er eine tiefere Berufung und wandte sich dem geistlichen Leben zu. Im Alter von 26 Jahren wurde Antonio Maria zum Priester geweiht und widmete sich fortan der Verkündigung des Evangeliums. Als Laie hatte er bereits Katechismusunterricht erteilt, Vorträge gehalten und Seminare organisiert. Sein missionarisches Engagement zielte darauf ab, besonders die geistige Elite der Städte anzusprechen. Im Jahr 1530 gründete er die "Kongregation der Söhne vom Heiligen Paulus", auch bekannt als "Paulaner", die sich der Erziehung der Jugend und der Volksmission verschrieben. Nach der päpstlichen Anerkennung als Regularkleriker im Jahr 1533 zog Antonio Maria mit seiner Gemeinschaft in das Kloster an San Barnaba in Mailand und begründete somit den "Barnabiten"-Orden. Antonio Maria setzte sich intensiv für die Hebung des sittlichen Niveaus aller gesellschaftlichen Schichten ein, insbesondere des Klerus. In Mailand gründete er die "Englischen Schwestern vom Heiligen Paulus" sowie eine Art Drittem Orden, die "Maritati di S. Paolo". Sein Wirken war jedoch nicht unumstritten, und er musste sich mehrfach der Inquisition stellen. Die Frömmigkeit des Heiligen war geprägt von der Verkündigung des Gekreuzigten Christus nach dem Vorbild des Apostels Paulus und einer tiefen Eucharistie-Verehrung. Auf seine Anregungen geht das Freitagsläuten der Kirchenglocken zur Sterbestunde Jesu und das vierzigstündige Gebet zwischen Karfreitag und Ostermorgen zurück. Antonio Maria Zaccaria verstarb am 5. Juli 1539 in seinem Elternhaus in Cremona. Seine sterblichen Überreste wurden in das Kloster der "Englischen Schwestern vom Heiligen Paulus" nach Mailand übertragen und später in die Kirche San Barnaba überführt. Seliger und Heiliger Antonio Maria Zaccaria, durch Papst Leo XIII. selig- und heiliggesprochen, bleibt ein leuchtendes Beispiel der Liebe zu Gott und den Menschen. Seine Worte und Taten erinnern uns daran, dass die Nachfolge Christi und die Liebe zum Nächsten den Weg zu wahrer Heiligkeit weisen.

Zitate

„ch tue es am liebsten und werde mit Gottes Gnade anderen das gute Beispiel geben, vor dem Tod keine Angst zu haben. Ich vergebe denen, die an meinem Tod und meinem unschuldigen Blut beteiligt waren. Was meine Religion betrifft, so ist es für all meine Freunde ruhmreich, dass ich dafür sterbe.“
Dauerlink
„Gott wird für dich Geliebter, Sohn, Vater und Mutter in Einem. Er sucht dich, ruft dich an und lädt dich ständig ein. Unglücklich sind die, die ihn verlassen, und glücklich sind die, die sich in der Tiefe dieser ewigen Süße befinden!“
Dauerlink
„Oh, unermessliche Güte; oh, unbezahlbare Nächstenliebe! Gott wird Mensch! Und warum? Um den Menschen zu Gott zurückzuführen, ihm den Weg zu zeigen und ihm Licht zu schenken.“
Dauerlink
„Das Mittel, um die Liebe zu Gott zu erlangen, besteht in der Liebe zum Nächsten.“
Dauerlink
„Gott hat uns ein Gesetz der Liebe gegeben, nicht der Furcht, der Freiheit des Geistes, nicht der Knechtschaft; ein Gesetz, das in unseren Herzen wohnt und das jeder Mensch für sich selbst erkennen kann. Es ist also nicht nötig, den Nächsten zu befragen: Befrage dein Herz, und es wird dir antworten!“
Dauerlink
„Durch die Gnade Gottes ist die Erhabenheit des freien Willens so groß, dass der Mensch nach Belieben Teufel oder Gott werden kann.“
Dauerlink
„Der innere Mensch benötigt genauso geistige Nahrung wie der äußere Mensch irdisches Brot.“
Dauerlink
„Dein Geist ist wie eine Mühle im Wasser, die immer in Betrieb ist. Wenn du sie mit Weizen speist, mahlt sie Weizen; speist du sie mit Lolch und Wicke, mahlt sie Lolch und Wicke.“
Dauerlink
„Wenn plötzlich etwas geschieht, das unsere Sorge erfordert, erheben wir den Geist zu Gott und bitten ihn, uns zu erleuchten, was wir tun sollen. Wenn wir dann dem Geist folgen, werden wir nicht fehlgehen.“
Dauerlink