Elisabeth von Portugal

Lebensgeschichte

In den sonnendurchfluteten Straßen von Saragossa, Spanien, wurde um das Jahr 1270 eine kleine Prinzessin geboren, die das Schicksal des königlichen Hofes und die Herzen der Gläubigen prägen sollte. Elisabeth, Tochter von König Peter III. von Aragón, wuchs in königlichem Glanz auf, doch ihre Seele sehnte sich nach einer höheren Bestimmung. Mit zwölf Jahren wurde sie in eine königliche Ehe mit Dionysius von Portugal gedrängt. Ihr königlicher Pflichtenkreis brachte nicht nur königliche Nachkommen hervor, sondern auch schwerwiegende Herausforderungen. Die Untreue ihres Mannes und der Hofintrigen zum Trotz fand Elisabeth Trost in ihrem tiefen Glauben. Ihr Weg führte sie nicht nur durch königliche Gemächer, sondern auch zu den Armen und Bedürftigen. Als Friedensstifterin wirkte sie maßgeblich am Vertrag von Alcañices zwischen Portugal und Kastilien mit. Doch der Hof machte ihr das Leben schwer, und sie wurde von ihrem Mann des Verrats beschuldigt. In der Verbannung zeigte sich Elisabeths wahre Größe. Ihr politischer Einfluss blieb stark, und sie erreichte die Versöhnung zwischen ihrem Mann und ihrem Sohn, als dieser in den Krieg zog. Nach dem Tod ihres Mannes widmete sie sich ganz dem religiösen Leben, trat den Franziskanern bei und lebte ein Leben der Buße und des Gebets. Ihre letzten Jahre verbrachte Elisabeth im Kloster in Coimbra, wo sie sich um Arme und Kranke kümmerte. Selbst während einer Hungersnot scheute sie keine Mühe, den Notleidenden zu helfen. Trotz ihres hohen Alters und der Krankheit ritt sie in den Krieg zwischen ihrem Sohn und dem König von Kastilien, um erneut einen Frieden zu stiften. In Estremoz erlosch ihr irdisches Licht im Jahr 1336. Elisabeth von Portugal wurde in ihrem geliebten Klarissenkloster in Coimbra beigesetzt, und bald darauf begannen die Berichte von Wundern an ihrem Grab. Ihre Liebe zu Gott und den Menschen machte sie nicht nur zu einer Heiligen, sondern auch zur Schutzpatronin von Aragón. Ihre Kapelle in der Kirche des Kastells in Estremoz und die große Kirche Santa Isabel in Saragossa erzählen noch heute von ihrem segensreichen Wirken.